Unwetter unwirklich

Es ist schwer möglich, die Verknotung von Katastrophen glatt über die Hirnbahnen zu bringen, alles gleichzeitig zu fassen, zu bewerten und zu ordnen.

Manche fragen, ob das Attentat Trump hilft.

Manche fragen, ob das Hochwasser den Grünen hilft.

Manche fragen, ob die Nominierung von Merz die nächste Wahl scvhon entschieden hat.

,,, Euch fallen sicher noch viele ähnliche Fragen ein. Ich schaue die Nachrichten und denke, dass „Verknotung“ der richtige Begriff für das Geschehen ist, die Ereignisse müssen gar nicht zusammenhängen, sie sind allesamt nicht im Bewusstsein zu trennen, sie bilden ein Szenario des unwirklichen Schreckens. Das Attentat im Libanon kann man gar nicht beschreiben, es rollt die Wirklichkeit von den Folgen her auf, von den Toten, Verwundeten, der Hilfe für die Hizbollah und dem unbändigen Hass gegen Israel – das sich nicht verteidigen kann, schon gar nicht ohne die Menschen außerhalb des Landes (ich sage jetzt gar nicht ohne uns Juden, ohne uns und alle, die die Geschichte des Konflikts einigermaßen wirklich kennen). Aber das ist ja nur ein Element des Knäuels. Das Hochwasser geht langsam zurück, was bleibt, sind schwere Lasten für die nächste Zukunft und schon die alte Frage, ob das mit mit dem Klimawandel zu tun hätte, wobei die Frage den Rechten alle Betroffenen Länder hilft, und wir die Antwort wissen.

Die Umweltleugner laufen denen nach, die über ihr Wohlbefinden ohne kommende Generationen schon zufrieden sind.

Die Ausländerfeinde, jetzt gerade in Deutschland und Österreich und der EU, aber eigentlich überall, können nicht absehen, was geschieht, wenn die Geflüchteten weiterhin kommen werden. Und wenn das Gesindel von AfD BSW und FPÖ nur mehr von Ariern gesundheitlich und kulinarisch bedient wird, also nicht.

Die Antisemiten legen angesichts von Netanjahu die Hände in den Schoß, er macht das schon.

Um all das gehts mir heute gar nicht, wir können es diskutieren und bearbeiten. Aber so, wie die Wirklichkeit sich verknotet zu einer Peitsche, die unsere Bewusstsein prügelt, so müssen wir vorsichtig sein, den Verstand nicht zu verlieren angesichts des Unverständlichen. Das ist ja die Wirklichkeit, keine Horrorvision. Zur Kenntnis nehmen ohne gleich auszurasten und zu verurteilen oder zu korrigieren, ist eine erste Hirnjogaübung. Zur Kenntnis nehmen, das was heute geschehen ist und weiterhin geschieht. Dafür hat es sich gelohnt, wach zu sein.

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