Ausländer und Flüchtlinge sind Menschen?…Oder auch nicht: CDUCSU ist nicht allein

In Ganz Europa dringen die Faschisten und rechten Fremdenfeinde vor, ob an der Regierung oder als stärkste Opposition. Man will die Ausländer los werden, obwohl zwischen Inländern ja auch unüberwindbare Differenzen sind….Bayern gegen Norddeutsche, Katholen gegen Evangelen, Gebildete gegen Ungebildete, Millionäre gegen Hungernde – zählt alles nicht: Ausländer raus. Lasst Deutschland und Europa verhungern.

Wenn ein rechtsradikaler „christlich“-„sozialer“ wie Dobrindt gegen illegale Asylbewerber hetzt, handelt es sich um so wenige, dass sein Betrug eigentlich auffallen müsste.

Wenn straffällig gewordene Ausländer abgeschoben werden sollen, kann man darüber rechtsstaatlich entscheiden. Hat es gegen solche Abschiebungen ernsthafte Proteste gegeben.

Gegenüber Menschen aus bestimmten Ländern argumentieren die Deutschen (u.a. Vertretungen) wie Trump – „Wir wissen zu wenig genaues über diese Menschen“. Wenn Menschenrechte auf diesem Niveau vertreten werden, sind wir vordemokratisch.

Wenn Familiennachzug gestoppt wird, werden die hierhergelangten jungen Männer wahrscheinlich eher gewalttätig und straffällig als im Familien und Kulturverbund.

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die sogenannten Christen und Demokraten trennen die Menschen in Menschen und Ausländer. Das ist Rassismus. Keineswegs auf die rechte Regierungskoalition beschränkt. Deshalb sollten wir hier genauer analysieren, woran der Streit liegt, Rassismus oder Politik?

Wenn man Flüchtlingsströme eindämmt, kommt es zu Massensterben oder Isolation der Betroffenen. Wenn man die Einwanderung sozial und kulturell abwehrt, oder einfach das eigene Land unattraktiv macht, vergeht man sich an den nächsten Generationen, bei uns, in Europa, in den USA….Aber man kann auch sagen: wer einmal in der EU war, muss nicht zwischen den Ländern reisen, muss nicht soziale oder kommunale Verdichtungen in bestimmten Ländern anderen, eher schütteren vorziehen. Studiert die Fluchtströme der 30er Jahre in Europa. Deshalb ist die Grenzdiskussion an sich nicht falsch. Nicht mit Polizei und anderen von uns steuerbezahlten sog. Sicherheitskräften, sondern mit einem EU weiten Verfahren kann man das steuern.

Dem Dobrindt und seinen Kohorten wünsche ich Hunger und Krankheit, Alterspflege und medizinische Behandlung nur durch Deutsche, den Menschen aber weiterhin solidarischen Umgang mit Menschen, auch wenn ich weiß, dass uns das einiges mehr kosten wird, Geld, Zeit, aber vor allem Empathie.

Ja, spinnst du denn, so einen bösen Satz, es geht ja nicht nur um Dobrindt. Deutschland, Europa wird überhaupt „rechts“. Ja schon, das weiß ich. Ich will ihn „symbolisch“ treffen, symbolisch hungern und kränkeln lassen, denn mir gehts nicht um mich oder uns, sondern gegenwärtig um die Geflüchteten UND um meine Nachfahren: für die müssen wir das soziale Netz und die Multikultur weiter vorbereiten, oder glaubt ihr, dass die Bayern oder die Germanen insgesamt noch genügend Kinder zeugen können oder werden?

Es wird uns etwas kosten, siehe oben, aber es kann uns auch helfen, Menschen zu bleiben und keine Inländer, Deutsche, Österreicher… zu bleiben, also reduziert zu leben.

Aufbruch am schmalen Grat

Mit Recht freut Ihr euch über das schöne Wetter (hier. Anderswo eher trüb). Und wie ich euch kenne, verliert ihr trotzdem das Klima nicht aus den Augen, macht euch Gedanken über die trockenen Bäume und fragt euch, wie wir alle besser mit Wasser umgehen.

Mit Recht freut ihr euch weniger über die politischen Nachrichten, wenn sie euch erreichen. Die Auswahl der Mitteilungen selbst bei guten Sendern (DLF) ist sehr eingeschränkt, und über die globalen Schrecken erfährt man wenig, über die näherliegenden oft abgemildert und über das, was ansteht, oft nur indirekt. Manche schauen statt dessen nur mehr die laufenden Posts, die sind in der Größenordnung und von ihrer Herkunft her weniger ausgeglichen, sagen wir „rechte Mitte“, Springer o.ä.

Mit Recht...die beiden Beispiele zeigen deutlich, dass das eine Floskel ist, wer gibt euch denn „Recht“ und was bedeutet das? Klar, wo die Zensur stärker ist, wird der Klimawandel geleugnet und die Information über alles Politische verbogen oder verdeckt. Das ist bei uns (noch) nicht so bedenklich, in vielen europäischen Ländern leider so weit fortgeschritten, dass man den Nachrichten so wenig glauben kann wie den eigenen Phantasien…Diktaturen, faschistische Regierungen, rechtsradikaler, manchmal linksradikaler, auf die öffentliche Meinungsbildung hat nicht erst heute seine Wirkung getan, und macht die nächste Zukunft schwierig, genauer: es wird fragwürdig, was man erfahren kann, um zu wissen, was man politisch, kulturell, sozial denkt. Diktaturen sagen uns, welche Art von Kultur sie herausfordern, um der kritischen Wahrnehmung Schranken vorzusetzen; sie schalten Sender ab, vereinnahmen die Presse, verbieten Begriffe in der Öffentlichkeit und kontrollieren private Aufnahmen von Information…Wie? Natürlich, nicht alles zugleich und bei uns, aber durchaus gestuft, von China über Russland und die USA bis zu uns. (Wenn ein Diplomat einer teils faschistischen Regierung einen kritischen Redner bei uns verbieten kann, ist das keine Lappalie; wenn man dem Gegner gratuliert, damit er kein Feind wird, ist das der schmale Grat, den man durchaus manchmal gehen muss, aber Bitte, nicht aus Überzeugung, sondern eher aus Schwäche).

Wie kommt man da raus? Und wohin? Ins „Freie“, sagt der Alltag, und damit verlassen wir die Wohnung, gehen an die frische ? Luft und…was dann? Kurzsichtige Metaphern. Aber doch auch anders, ins Freie. Da suche ich alternative Infoquellen, da beginne ich Diskussionen mit Menschen, denen ich zu bestimmten Fragen vertraue – das bedeutet, Abschied von allumfassenden Vertrauen in den meisten Fällen zu nehmen, aber immerhin. Und das ist genau die Haltung, oft der Stil, den die Gegner der Demokratie so fürchten oder bekämpfen. Wenn die meisten Menschen einer Gesellschaft, nie: alle, wissen worum es geht, wird schon einiges besser. Wenn nicht, erhalten wir Wahlergebnisse wie in Polen oder den USA oder…

Die Brennpunkte des Interesses sind weltweit sehr häufig in unserer geographischen und kulturellen Nähe, dem folgen die Medien. (Wusstet ihr, dass 8 von 10 großen Migrationsbewegungen in Afrika sind? Und da hört man relativ wenig). „Relativ“ ist hier wichtig.

Man kann auch politisch ins Freie gehen und sich umschauen, wo die Information richtig blüht. Das ist nicht immer angenehm. Ich nehme mir zur Zeit ein Beispiel an Harvard, das ich von früher ganz gut kenne. Die machen alles richtig gegen Trump, ABER sie haben auch eine Untersuchung über ihre soziokulturellen Schwachstellen angestrebt, nicht erst gestern: „„Wir haben hier ein Umfeld, in dem Studierenden vorgeworfen wird, reich, mächtig oder privilegiert zu sein, nur weil sie Juden sind. Das ist klassischer Antisemitismus“, erklärte Penslar. Auch gebe es soziale Ausgrenzung jüdischer Studierender, sofern sie sich nicht ausdrücklich von Israel distanzierten.“ /https://www.tagesspiegel.de/internationales/professor-spricht-uber-interne-untersuchung-juden-und-muslime-fuhlen-sich-in-harvard-nicht-wohl-13788898.html). Das muss man genau durcharbeiten und dann gegen den Antisemitismus von Trump und die Verbindung zur israelischen Regierung sehen. Damit man das kann, muss man eben etwas über Harvard wissen, und die Studie kennen. Und einiges mehr. Also ins Freie gehen

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Wir gehen immer über einen schmalen Grat. Stürzt man zur einen Seite ab, landet man im Populismus oder bei den Faschisten. Auf der andern Seite isoliert man sich bei den Eliten und weiß nicht mehr, was jenseits des Grates ist. Bleibt man oben, wünsch ich uns allen, dann gibt es andere Gefahren. Ein Grat ist „oben“, aber man muss wieder runter…“ Alles nicht so schlimm? Es lebt sich.

Kampf um das „Jüdische“ bei Juden und Nichtjuden

Nur ein Nachschlag. Mir geht es nahe, wenn jüdische Stimmen, nein, die Stimmen von Juden und Jüdinnen, nicht wirklich jüdisch, sich jetzt an die Seite des Faschistenführers Netanjahu und seinem rechtsradikalen Kabinett stellen, wenn sie meinen, dass Kritik an Israel automatisch der Hamas und anderen Verbrechern hilft, als könnte man nur einen Gegner haben.

Ruth Beckermann, Jüdin und eine starke intellektuelle Stimme in Österreich fasst etwas zusammen: https://www.derstandard.at/story/3000000271150/gazakrieg-wenn-der-hass-zu-gross-ist Davon ein Absatz mit den wichtigsten Begriffen, die ich hervorhebe.

Nicht, weil mir viele Juden meine Interviews kurz nach dem 7. Oktober vorwarfen, in denen ich trotz allem Entsetzen versuchte, das Massaker in einen historischen Kontext zu stellen. Seither ruft das Wort „Kontext“ immer wieder einen Aufschrei hervor, so als würde man den Opfern die Schuld geben, wenn man das Massaker in eine Geschichte der Besatzung einschreibt. So verständlich, wenn auch schrecklich, die Haltung eines Großteils der israelischen Bevölkerung ist, die von zensurierten Medien mit einseitigen Nachrichten gefüttert wird und so gut wie keine Bilder und Filmaufnahmen aus Gaza zu Gesicht bekommt, so unverständlich scheint mir die Haltung eines Teils der Juden in der Diaspora, die doch zu Analyse und Kontextualisierung fähig sein sollten. Und zu Kritik an einer faschistischen Regierung, die in unser aller – aller Juden – Namen zu handeln vorgibt. Die uns für ihr Morden und ihre Eroberungspläne vereinnahmt.

Um etwas besonders konkret zu machen: es geht nicht „nur“ um die Geschichte der Besatzung, es geht um Netanjahus Unterstützung der Hamas gegen die zivilen palästinensischen Bemühungen um Zweistaatenlösung (Dass die Hamas dem israelischen Premier entglitten ist stimmt. Und dass dem Massaker vom 7. Oktober nichts an Ablehnung zu ersparen ist, einschließlich der Folgen für die mehr als 1000 Toten und die hunderten Geiseln, braucht niemand in Zweifel ziehen).

Das könnt ihr alle wissen, und im Detail.

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Mir (jüdisch, deutsch, österreichisch) geht es um etwas anderes: wenn innerhalb des diasporalen Judentums – und den rechtsextremen Regierungsunterstützern in Israel – ein Konflikt um die „richtige“ Position der Juden und Jüdinnen weltweit, also auch in Deutschland, entstanden ist, so ist das weder Zufall, noch besonders neuartig. Seit Theodor Herzl geht der Konflikt, und viele haben den Schritt vom Judenstaat zum jüdischen Staat bis heute nicht verstanden. Der reaktionäre Rückschritt zum Judenstaat (das sind nicht nur Katz und Ben Gvir, das sind viele, vor allem Siedler und Ultrareligiöse) ist am besten zu verstehen, wenn man die Bindung dieser Menschen an Diktatoren wie Orban oder Trump analysiert – Ultrareligiös widerspricht der jüdischen Religion, und die Siedler sind überwiegend eroberungssüchtige Faschisten. Als Jude verwende ich diesen Begriff ungern, aber das Juden Menschen wie alle anderen sind, können sie auch faschistisch sein.

Lest aber wirklich die Geschichte des Judenstaats, lest Oz, Grossmann, Segev, Kepel, Neyer u.v.a., auch Ruth Beckermann, denen manche Juden das Jüdischsein absprechen, klingelt da nicht etwas?

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Wenn ihr deas gemacht habt, dann bitte ich um eure Aufmerksamkeit für eine These: nicht alle Juden sind jüdisch. Dabei beziehe ich mich bei Juden (d.h. Juden und Jüdinnen im weitesten Sinn) auf die anthropologische und ethnologische Geschichte, könnt ihr gut ab Abraham verfolgen, aber dort gibt es schon die Spaltung…Und da alle Juden Menschen sind, können sie alles repräsentieren, was eben Menschen repräsentieren.

„jüdisch“ ist ein Adjektiv oder Adverb, das sich auf eine bestimmte Qualität bezieht. Und bei dieser Qualität behaupte ich, dass sich ein Begriff herausentwickelt hat, der ethische, moralische, kulturelle und soziale Dimensionen hat, die nicht zuletzt aus dem Widerstand und der Überwindung von Diskriminierung, Verfolgen, Vertreibung und Lebensbedrohung erwachsen ist. Kein Privileg, kein Makel am Judentum, sondern eine ihrer Entwicklung entsprechende Konsequenz, hochdifferenziert, und für viele in eine Perspektive von Freiheit(en) eingemündet. Für viele, d.h. zu einem Zeitpunkt, aber für viele vor 130 Jahren.

Wenn sich Netanjahu und sein Kabinett und seine Hilfstruppen den ethischen Dimensionen, den moralischen, sozialen, kulturellen entziehen und faschistische und unterdrückende Politik betreiben, dann sind sie nicht jüdisch im Sinne der historischen Entwicklung, auch wenn sie Juden bleiben. Darum muss man sie dort kritisieren, wo sie unmoralisch handeln, wo sie sich mit Faschisten einlassen, kein Wunder, und von Demokraten abwenden, und das alles innerhalb des Judentums und von außen.

Stoßmich-Ziehdich NituPmurT

Kennt Ihr noch Hugh Loftings Geschichten des Veterinärs mit den besonderen Tieren? Dem Schwein Göbgöb, der Ente Dabdab und vielen anderen Tieren, aber vor allem der Ziege mit zwei Köpfen: Stoßmich-Ziehdich (https://de.wikipedia.org/wiki/Doktor_Dolittle_und_seine_Tiere).

Wenn man die Diktatoren Russlands und der USA genau betrachtet, kommt hier ein zweiköpfiges Monstrum zum Vorschein, bei dem die Parteinahme für den Einen automatisch eine für den Anderen einschließt. Die beiden Köpfe müssen sich ja nicht unbedingt vertragen, aber sie hängen an einander.

Dass wir Europäer in der Mehrzahl der Staaten an den USA hängen, und eine Minderheit eher in Russland hineinkriecht, ändert an der Beziehung der beiden Diktatoren zueinander nichts. Nur dass wir im „Westen“ vergangenheitsbezogen und eurozentriert mehr an den USA als an Russland hängen, unterscheidet uns weltpolitisch von der Gefolgschaft Russlands und/oder Chinas )die haben auch einen Kopf, aber nicht bei dieser Ziege). Es kann sein, dass diese Unterscheidung uns in die Position Karthagos zwischen dem zweiten und dritten Krieg versetzt, den zweiten haben wir noch überstanden, nach dem dritten gibt es uns nicht mehr. Dass wir noch immer meinen, mit unseresgleichen in den USA leichter zu verhandeln, zeigt, wie kalt wir den massenhaften Verletzungen der Menschenrechte, der Bürgerrechte, der Freiheiten in den USA gegenüberstehen, weil sie uns )noch nicht!) selbst massenhaft betreffen – naja, einige schon, Journalisten, Wirtschaftler, aber insgesamt glauben wir uns bei den USA besser aufgehoben. Unlogisch. Putin ist ein Feind, richtig, und nicht für uns kommunikationsfähig. Warum soll das für die USA nicht genauso gelten, oder sagen wir vorsichtig: Trump ist ein Gegner, mit dem wir uns arrangieren müssen, weil er uns dominiert und wir wirtschaftlich von ihm abhängen. Wirtschaftlich, nicht moralisch, nicht kulturell, nicht sozial. Stimmt das so?

Die Ukraine wird geopfert, wenn Europa nicht eingreift (muss nicht militärisch sein). Europa wird geopfert, wenn wir uns einseitig von den USA abhängig machen, obwohl wir das ja teilweise sind. Die Zwischenkorridore werden selbstverständlich verhandelt, mit uns als schwächerem Akteur. Aber hier taugt der Karthago-Vergleich nicht, denn Trump schwächt ähnlich wie Putin die zukunftsorientierten Denk- und Handlungsstrukturen seines Landes. Das müssen wir nicht mitmachen oder kopieren – Vorsicht: auch bei uns gibt es solche Kräfte, die Rechtsentwicklung nicht nur der Regierung, auch des Journalismus, ist ja ein Anzeichen.

Hinweis: nicht alles was „rechts“ ist, ist auch automatisch „faschistisch“, und nicht alles, was wirklich „faschistisch“ ist, ist automatisch nur rechts. Ulf Poschardt (WELT) z.B. ist ein rechter Gegner der Demokratie und Freiheit, aber kein Faschist.

Stoßmich-Ziehdich fordert uns heraus, die schwarz-weiß-Logik vielen Denkens zu revidieren. Sich von den einen demütigen zu lassen, um von den andern nicht gedemütigt zu werden, ist schnickschnack. Seltsam seltene Einsicht: mehrdimensionale politische Ethik ist kompliziert.

P.S. Dass wir Europäer uns lieber der Herrschaft der USA unterwerfen als der ehemaligen Sowjetunion, ist teilweise Idealisierung der Vergangenheit. Kapitalismus ist eben besser, – für uns. Weltweit?

Im Wiener Nachkrieg habe ich die Russen so gut wie die Amis erlebt – und? was sagt das HEUTE? Die uns von Hitler befreit hatten, sind heute nicht gegenwärtig und real. Dieses Zeitbewusstsein ist wichtig, und umso wichtiger, je kritischer…das unterscheidet z.B. Demokraten vom Nazifliegenschiss der Hitlerzeit.

Kritik am Selbst-Bewusstsein

An zwei, ziemlich unverbundenen Bereichen, ziemlich?nicht ganz!, zeige ich die Grenzen vorschneller Kommentare und Schlussfolgerungen: a) in der Israel Ansicht der Deutschen und b) in der vorschnellen und fehlplatzierten Kritik an der Regierung Vormerz – ich habe mich gegen vorausschauende Kritik an der schwatzrotzen Koalition gewandt, die sollen erst Beleg für die Kritik liefern, nicht einfach „ahnen“ lassen.

Die Israel Ansicht der Deutschen. Wer weiß noch, dass nicht nur Adenauer an seinen ex-Nazi Kooperationen festhielt – https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_t%C3%A4tig_waren . aber da war ja auch ein belastetes Regierungsmitglied Globke NSDAP –> CSU (https://www.mdr.de/geschichte/ns-zeit/zweiter-weltkrieg/nachkriegszeit/hans-maria-globke-staatssekretaer-adenauer-100.html) . und die Rechtfertigung solcher Integration war in beiden deutschen Staaten ja nicht einhellig. Nun, das wussten die Israelis auch, die mit Adenauer verhandelten. Und dass sie Globke erduldeten, gehört auch zur deutsch-israelischen Geschichte, sozusagen Staatsräson-quer, und das muss heute in dieser Debatte auch zur Sprache kommen. Ebenso wie die Frage, ob man Netanjahu, der ja auch die Hamas gefördert hatte, bevor sie ihm völlig entglitt, in das pro-israelische Grundkonzept deutscher Anschauung, also politisch-ethisch-kulturell-wirtschaftlich-militärisch, unkritisch integrieren darf und soll. Kritisch aber heißt, nicht nur Hamas und Gaza real und analytisch, und nicht nur abstrakt, in den Diskurs und die Handlungen einzubeziehen. Und das geht es auch um Personen, die sich unterschiedlich anstellen, wenn sie Haltung jeweils rechtfertigen sollen. Und wie hängt das alles zusammen? Da kann man den Streit in Deutschland schon ernst nehmen, ja nicht unter den Teppich kehren, zB. gestern: „Innerhalb der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) gibt es Streit über den Umgang mit der Gaza-Offensive von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der frühere DIG-Präsident Reinhold Robbe (SPD) sagte dem Tagesspiegel, der amtierende DIG-Präsident Volker Beck (Grüne) sei „inzwischen zum Sprachrohr der rechtsextremistischen israelischen Regierung geworden“.“ (Danielo Sturm, Tagesspiegel 29.5.25).

Wer von Euch, oder den Kommentatoren kennt z.B. die Geschichte von Gaza? Hat Israel nicht recht? Oder ganz und gar nicht? https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/wie-entstand-der-gazastreifen-als-politisches-gebilde-108.html z.B. Wer von den Kommentatoren kann Zionisten von revisionistischen Zionisten mit welchen Folgen unterscheiden? lest https://de.wikipedia.org/ wiki/Revisionistischer_Zionismus , aber auch Amos Oz: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (Dt. 2008 Suhrkamp). usw.

Ich weiß auch nicht alles und ich habe sicher ergänzenswerte Anschauungen. Aber ich halte mich auch zurück mit Thesen, die ich nicht mehr einfangen kann (so, wie Netanjahu die Hamas nicht mehr einfangen konnte, was auch immer seine Anfangsmotive waren…)

b) Hängt damit so gut wie nicht zusammen: Kommentar zur Regierung Merz. Was haben sich die Kritiker, nicht nur Blaue und Gelbe und Blasse, und auch Sozialdemokraten aller Schattierungen und etliche CDUCSUler überboten, die neue Regierung Merz zu verzwergen, ihr alles mögliche zu unterstellen, bevor es sie noch gab. Ich hatte immer ein mulmiges Gefühl, denn genau konnte man nicht absehen, WAS eigentlich an der neuen, konservativ geführten Koalition sich wie entwickeln würde, wie schwach, wie unglaubwürdig, wie schädlich für Deutschland oder wie nützlich, wie trumpig oder putinesk etc.

Jetzt, nach ein paar Tagen zeichnet sich einiges ab. JETZT darf soll muss man kritisieren. Da hört man wenig außer von den Wirtschaftsfachleuten und Sozialpolitikern aber Ihr kennt meine These: nur wen man ernst nimmt, darf man kritisieren. Wen man verachtet, den kann man nicht kritisieren. Denkt diese These weiter, erklärt euch, warum es nicht einfach ist, die einzelnen ersten Entscheidungen der Regierung ernsthaft zu kritisieren, außer dass sie eine konservativ-rechte Kehrtwende insgesamt macht, die Umwelt abschreibt und kein Gespür für die soziale Spaltung hat: DAS aber wusste man schon im Wahlkampf und mit dem Ansturm der AfD auf CDUCSU und SPD.

Jetzt kann man kommentieren, kritisieren und vor allem Alternativen aussagen – kommt fast nichts, außer von den WirtschaftspolitikerInnen,

Dobrindt: nicht-human, nicht-christlich, nichtsnutzig – und entlastet

Menschen zurückweisen, symbolisch Ausländer anfeinden, große Klappe zum Begriff der Sicherheit. Das ist eine Tradition nicht nur bei Dobrindt. In ganz Europa geht die Fremdenfeindlichkeit um, ältere Politiker wollen die Pflegekräfte, Helferinnen und Helfer, Fachleute aller Bereiche in den nächsten Generationen entfernen und glauben, dass es geregelte Immigration geben kann und wird. Woher soll denn die kommen?

Ich sage es deutlich: nicht alle Rechtsradikalen sind Faschisten, aber die Anschmieggrenze, zB. zu Meloni, ist bedenklich. Und wer gegen Familiennachzug ist, ist nicht ausländerfeindlich sondern unmenschlich.

Auch wenn ausländische Familien mehr Aufwand, Anstrengung, Finanzen erfordern: ausgerechnet Deutschland sollte in Fragen der Migration seine Lehren aus der Geschichte schon etwas menschlicher ziehen. Und Dobrindt soll den Grenzblödsinn einfach lassen, die Migranten kommen ohnedies. Entwicklungspolitik, nicht Abschottung.

(Wer sich auskennen will: Das Ende des Wagner Zyklus, die Götterdämmerung, inszeniert heute meist das Ende der Herrschaft).

Entlastung von Dobrindt, seid mal ehrlich: die unmenschlichen Argumente nicht nur der politisch Rechten zur Migration sind weit verbreitet, im ganzen Land, Dobrindt ist der Repräsentant des ehernen Zeitalters. Dass in ganz Europa der Nationalismus blüht, ist ja nicht von ungefähr. Und dass wir nicht nur USA- und Russland bedingte Flüchtlingsströme haben – wir haben sie, nicht wir fordern sie und nicht wir lehnen sie ab – das ist auch eine Folge davon, dass die Befreiung vom Stalinismus im Osten und von der ungezügelten Demokratie im Westen gleichgesetzt wird – ungezügelt heißt, dass man sie nicht selbst und aktiv entwickelt, und man 1989 geglaubt hatte, es wird sich schon marktwirtschaftlich was stabilisieren. Dass man zugeschaut hat, wie aus dem demokratischen Neuanfang Ungarns Orban wurde, dass das demokratische Dänemark oder die Niederlande, die rechte Akzeptanzgrenze so verschieben, wie es bei uns die Dobrindts tun, DAS sollte bedacht und politisiert werden. Nicht spontan als minutenschnelle Reaktion, sondern politisch und persönlich, das bedeutet: selbst demokratisch agieren. Und die Liste dessen, was man tun, fordern und ablehnen kann, liegt auf jedes denkenden Menschen Tisch, sogar auf eurem und meinem.

Deutsch-Israelische Verbindung, ergänzungsbedürftig

Der Krieg im Gaza weckt viele Assoziationen. Wissenschaftliche, kulturelle, journalistische. Alles, was dazu gesagt und geschrieben wird, bekommt eine gewisse Entfernung zu unseren festgelegten Vorstellungen und dem, was wir zu wissen meinen, und je nach Distanz dann zu positiven und negativen Urteilen. Wenn wir einigermaßen viel wissen, dann erweitern wir diese Urteile um Beziehungen, z.B. von Gaza mit der West Bank, oder zwischen Netanjahu und seinen faschistischen und ultrareligiösen Koalitionären: das befestigt beides, Urteile und Vorurteile. Omer Bartov rezensiert 11 Texte zum Gaza, und schreibt einen harten zwölften (Bartov 2025). In einer langen und extrem genauen Einleitung vor den Rezensionen vergleicht Bartov die Struktur des aktuellen Konflikts mit den Deutschen und Hereros 1904. Er vergleicht, setzt nicht gleich. Aber die Herabsetzung der Hamas, zum Teil als Tiere (drusischer Generalmajor), und ihre Gleichsetzung mit Nazis (Dina Porat 2023) zeigen die Wirklichkeit der Auseinandersetzung, keine hegelianische Draufsicht auf eine Schlacht. Bartov erwähnt nicht die frühere Beziehung von Netanjahu zur Hamas, aber er geht weit in der Assoziation des jetzigen Kampfes in die Gewaltgeschichte, und was es mit der Tatsachen von den Juden als Weiße und der Hamas eben nicht-weiß auf sich hat. Dann ein Paradigmenwechsel, den ich schon wusste: Peter Beinart wandelte sich vom Israel-Fan zum scharfen Kritiker des Zionismus. Unbedingt lesen Peter Beinart – Wikipedia (25.5.2025) – und Bartov steigt jetzt in die Geschichte der Beziehungen zwischen Zionisten als immigrierte Juden und Palästinensern ein, mehrere wichtige Autoren, darunter der Enkel von Zygmunt Bauman, der sich – m.E. zu Unrecht – für „Apartheid“ ausspricht. Es steht hier noch mehr, aber wichtig ist die Rezensionskultur jenseits der politischen Verbarrikadierung, und wichtig sind zwei Bemerkungen: a) meine Geschichte der Zuneigung zu Israel ist ungebrochen, gerade und vielleicht zur Zeit weil ich Netanjahu ohne heimische Rücksicht angreife. Es geht bitte um Israel und um die Palästinenser und nicht einfach um deutsch-israelische Beziehungen. b) Bitte lest an dieser Stelle meinen Blog vom 25.5. zu Berest und vor allem zu Amos Oz. Zu Bartovs Essay eine Coda, wonach die jetzige Entwicklung des „Genocide in Gaza will finally liberate Israel of its status as a unique state rooted in a unique Holocaust“ (Weil der zweite Satzteil so nicht stimmt, kann die Prämisse auch nicht richtig sein, aber sie ist ein rhetorisch gefährliches Argument, was Bartov meint, ist klar.

Ich lese viel Kommentare und Metakommentare zu den Ereignissen in Israel, Gaza und der Region. Und immer, welche politischen Intentionen die beteiligten Großmächte ihrerseits kommentieren, USA, UN, Türkei, Iran, Saudis, Ägypten, etc. und wie das in Deutschland hervorgehoben oder minimiert wird. Kein Zweifel, einige Finger zeigen immer auf unser Land, wie soll Hegels Heimat objektiver sein als der Rest der Welt – oder moralischer?

Dazu schreiben Shimon Stein, ehemaliger Botschafter, und Moshe Zimmermann, Wissenschaftler und Journalist, eine heftige Kritik am wohlgepflegten Umgang der beiden Länder miteinander (Stein and Zimmermann 2025). Der komplexe Rückblick auf die Beziehungen wird analysiert und dann resümiert: „Jeder Rückblick muss sich auch von Mythen verabschieden, vor allem von dem Mythos, das Primat der Erinnerung an den Holocaust sei der entscheidende Faktor (oder Störfaktor), erst auf dem Weg zu diplomatischen Beziehungen, dann auf dem Weg zur erhofften „Normalisierung“ dieser „besonderen Beziehungen“ gewesen“. Die Normalisierung in „“ ist wichtig, denn was an den Beziehungen ist „normal“, inclusive der Formel von der Staatsräson?

Und noch etwas, eher nicht alltäglich. Wenn man die Geschichte und Wirkung des Zionismus (bitte hier nicht des revisionistischen Zionismus und der Antizionisten) auf- blättert, dann ist die Rückseite der Trumpfkarte, Palästina, unerlässlich, schon lange vor der Staatsgründung und Nakba und den vielen Konflikten und Kriegen davor und danach ((Segev 2001, Segev 2005, Khalidi 2024) u.v.m. Und zwar auch, wenn man auf israelischer Seite des jüdischen Staates steht, nicht des Judenstaates. Und heute ist die Hamas eben nicht deckungsgleich mit Palästina und den -ensern, aber ihre Geschichte geht auch zurück bis lange vor der Nakba und dem Wechsel von der Avoda zu den Revisionisten.

Natürlich reagieren sehr viele jüdische Intellektuelle auf den 7. Oktober, viele, die ich sehr schätze und etliche, die ich nicht wertschätze oder auch nicht verstehe. Reaktionen wie bei Eva Illouz oder Delphine Horvilleur beleben das Nachdenken. Dazu später. Beide kommen auch bei Lea Streisand vor (Streisand 2025), und da passiert mir typischerweise etwas, das immer häufiger vorkommt. Ich verstehe fast jeden Satz, aber ich verstehe den Kontext des Essays nicht, die Schlussfolgerungen, das eigene Befinden, das sich mitteilt. Beispiel: „Verzweiflung ist jeher Bestandteil der Jüdischen Kultur“ – Unsinn. Natürlich jeder Kultur. Nun bin ja nicht dumm oder oberflächlich lesend. Ich nehme die Verwirrtheit des Textes wahr, die nicht einer der Autorin ist, sondern das Resultat einer zu umfangreichen Verwirrung der Phänomene des 7. Oktober, aber mit dem Fehlen seines Zustandekommens. Man kann sagen, dass die Kritik der Handlungen und Ereignisse für sich nicht viel über das Zustandekommen aussagt. Das ist nicht trivial, bedenkt man Netanjahus frühe Verbindung zur Hamas.

Es gibt viele verwirrte, verwirrende Texte zur Wirklichkeit in Israel und Palästina, und es gibt doch Einsichten, oft unangenehme. Nicht nur persönlich, auch politisch, auch Deutschland in seiner besonderen Beziehung betrifft (als Österreicher sage ich, in meiner Heimat gilt das auch, aber anders. Darüber an anderer Stelle). Wenn es um Wahrheit(en) geht, halte ich Omri Boehm für wichtig: es gibt nicht eine Wahrheit, aber es gibt Gerechtigkeit (Boehm 2023, Boehm 2025). Immer wichtig ist, dass Kommentare zum Judentum und zu Israel, Gaza etc. nicht deckungsgleich, sondern überschneidend sind. Das wird in Deutschland schon kritisch verarbeitet, vor allem in der liberalen Presse: Israel und Gaza auch als Tandem (Vgl. SZ 7.5.2024 Kristiana Ludwig), oft auch hier historisch etwas zu kurz. Auch politisch-theologische Rahmenerzählungen sind für nichtjüdische Beobachter schwer zu verstehen, für jüdische oft verwirrend (z.B. ZEIT 10.4.2025 Avner Ofrath: Wo geht’s zur Freiheit?“).  Was wir verstehen, sind tatsächliche Maßnahmen für Menschen gegen den Strom, z.B. (Wahba 2025). Soviel Rettung, die von der Bürokratie in vielen Fällen verweigert wird, nicht nur in Israel und Gaza.

Nun ist seit wenigen Wochen die weltweite demokratische Kritik am Regime Netanjahu gegen die Menschen in Gaza, nicht nur gegen die Hamas, differenziert und universell, hat mit Judentum wenig zu tun. Aber gerade deshalb ist es wichtig, falsche Anklagen gegen Israel zu erkennen und zu kritisieren: „Warum der Vorwurf des Genozids und des Aushungerns gegen Israel historisch falsch, unehrlich und antisemitisch ist“, lautet der Untertitel eines längeren Aufsatzes von Eva Illouz (Illouz 2024) „Völkermord? Im Ernst?“.

Das nimmt nichts von Netanjahus Grausamkeiten, aber es muss sie einordnen. Illouz analysiert hier vor allem Völkerrecht, sie kritisiert die Verbindung der Klage des IGH von Israels  Regierungschef („extrem unehrenhafter Mensch und ein grauenvoller Staatschef“) mit dem Hams-Führer Mohammed Deif und nicht Mohammed Sinwar. Da muss man sich aber schon auskennen! Das alles analysiert und beschreibt Illouz ein halbes Jahr vor den Angriffen und der Aushungerung durch Israel in den letzten Wochen, und das ist auch wichtig: wann wer welches Urteil fällt. Die Zusammenlegung von Zeitspannen und Augenblicken ist ein oft probates Mittel, die Urteile über Konflikte zu verschieben oder zu verzerren.

Ich verlasse hier alle meine Analysen, laienhaft in vieler Hinsicht, der ausländischen Eingriffe in die israelische Politik, auch die offenkundig verlogenen und im Kern antisemitischen des Diktators Trump. Aber wichtig ist eine Verbindung des Diktators mit seiner Zerstörung von Wissenschaft und Kritik: Yale-Philosoph Jason Stanley: „Trump sieht die Universitäten als Feind“. Trump gehe es bei seinem Feldzug gegen die US-Universitäten nicht um Ideologie, sondern um Macht, sagt der US-Philosoph. Trumps Ziel sei es, das Universitätssystem zu zerstören, so wie es alle Autokraten tun. Der Satz ist wichtiger als vieles: denn es rechtfertigt nicht, auch in Fragen des Judentums und Antisemitismus, den USA Vorzug vor anderen Diktaturen zu geben.

Und wieder mein Zusatz: wie soll man denn mit den pro-Hamas meist ausländischen Studierenden umgehen? Das gilt für die USA wie für Europa, wie für Berlin. Diese Bande ist auch ein Produkt falscher Toleranz statt kritischen Umgangs mit Eingewanderten – v.a. aus dem Nahen Osten insgesamt. Jetzt ist der Korridor der Abwehr schmaler und geschwächt, hier wie dort.

Das ist nicht mein letzter Kommentar zur Wirklichkeit des deutsch-israelischen Konflikts, der Frage nach dem Sinn der Staatsräson, der Kritik an den lückenhaften historischen Festlegungen. Er ist auch unfertig, lasst das Judentum, mich jüdischen Menschen, auch dazu lernen, aber nicht ahnen.                                                                                                                              

Deutschland und Israel: Antisemitismusbeauftragter warnt vor Missbrauch der „Staatsräson“ 25.5.2025 (RND)

Bartov, O. (2025). „Ìnfinite License.“ `NYRB LXII(7): 54-58.

Boehm, O. (2023). Radikaler Universalismus. Berlin, Ullstein.

Boehm, O. (2025). „“Schaut auf Buchenwald“.“ ZEIT 2025(15).

Illouz, E. (2024). „Völkermord? Im Ernst?“ SZ(29.12.2024).

Khalidi, R. (2024). De hundertjährige Krieg um Palästina. Zürich, Unionsverlag.

Segev, T. (2001). One Palestine, complete. Jews and Arabs under the British Mandate. London, Abacus.

Segev, T. (2005). Es war einmal ein Palästina. Berlin, Siedler.

Stein, S. and M. Zimmermann (2025). „Wir sprechen unterschiedliche Sprachen.“ ZEIT 2025(19).

Streisand, L. (2025). „Antisemitismus: Empathie ist nicht die Lösung, Empathie ist das Problem.“ FAZ.

Wahba, A. (2025). „Sie waren still. Fast gespenstisch still“ ZEIT 10.4.2025

Vorwort. Drei kurze Definitionen

Dies ist das erste Kapitel des angekündigten Essays. Liebe Leserinnen und Leser, beteiligt euch in der Eingangshalle zu den politischen und kulturellen Thesen. Ich schreibe hier nur einige Festlegungen, die ich dann nicht in jedem Kapitel immer wiederholen möchte.

  1. Diktatoren. Das sind Menschen, die Macht ausüben können und tatsächlich herrschen. Nicht demokratisch legitimiert, aber bisweilen so bekleidet und durchaus an der Macht, weil das Wahlvolk sie gewählt hat – oder auch nicht. Ein Nebenwiderspruch. Es gibt drei Superdiktatoren, die nicht nur über Macht verfügen, sondern deren Herrschaft durch große einsatzfähige Atomwaffenarsenale gestützt wird, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sie die Arsenale einsetzen. Vielmehr können sie Atomwaffen ihrer untergebenen Diktaturen einsetzen lassen, während sie selbst weiterhin drohen und erpressen. USA, Russland, China. Es sind die drei, die ich meine. Dass wir mit Trump rhetorisch und ideologisch besser umgehen als mit Putin oder XI, liegt daran, dass wir ihn unmittelbarer fürchten bzw. ihn noch als relativen Protektor gegen die beiden anderen darstellen – was ich de facto ausdrücklich in Frage stelle. Andere Atommächte, Indien, Pakistan, England, Frankreich, und noch ein paar fragwürdig Nuklearisierte sind zugleich eine Gefahr für alle Nichtnuklearen und/oder eine jeweilige Macht im Gefolge eines der drei Großen.
  2. Diese drei Diktatoren, wie einige andere auch, bekommen von mir keine adjektivischen Eigenschaften – grausam, berechnend, wohlmeinend, … – weil zur Diktatur gehört, dass sie ihre Eigenschaften beliebig festlegt und ständig verändern kann. Das unterscheidet Diktaturen von autoritären, faschistischen und illiberalen Herrschaften. Das hat mit ihren objektiven Kräften und ihrer Herrschaft wenig zu tun, aber viel mit den Diskursen ihrer Unterworfenen bzw. unserer Diskurse zu ihrer Herrschaft.
  3. Meine These von der weltweiten Ausbreitung des Faschismus wird oft abgelehnt, aber nicht mit alternativen Begriffen gekontert, bestenfalls mit anderen Definitionen (Begriffe sind schon etwas anderes als einfach Bezeichnungen).  Meine Grundauffassung ist bei Eco formuliert: „Der ewige Faschismus“ (Eco 2020), ich könnte auch Adorno, Levi, und viele andere heranziehen, und dazu gehört: dass Faschismen innerhalb ihrer grundsätzlich antidemokratischen Position durchaus unterschiedlich agieren und nicht selten gegeneinander.

Warum ich diese Definition hier anbringen? Weil es mir wichtig ist zu hinterfragen, warum Trump ideologisch besser behandelt wird als die anderen Diktatoren (realpolitisch oder aus Sicherheitsüberlegungen von Privatpersonen kann man das viele Graduierungen plausibel, aber noch lange nicht wahr machen), zweitens aber auch, weil sich immer die relativ relativierenden Menschen gegen das Attribut „faschistisch“ wehren, das sie sonst bereitwillig streuen (z.B. bei Netanjahu oder bei Erdögan. Vor den Ungarn haben sie weniger Angst, oder bei Fico, die können ruhig faschistisch sein). Und drittens, nicht unwichtig: es ist verkürzt, „F“ auf die rechte Seite der Politik allein zu schieben, natürlich gibt es auch linken Faschismus, und nicht jede extreme Position ist faschistisch (Es gibt genügend Rechtsradikale bei uns, die nicht faschistisch sind und der jetzigen Regierung nahestehen, und es hat links auch solche gegeben, die z.B. gegen Regierungen sich stellen: z.B. Ole Nymoen „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“, 2025)). Viertens und abschließend: die drei Atomweltmächte sind an politisch-theoretischen und kritischen Bewertungen nicht interessiert. Deshalb auch sind sie nicht faschistisch, weil dann der demokratische Angriff sie ideologisch und vielleicht politisch schwächen könnte. Sie sind machtbesessene unkontrollierte Herrschaften. Ob wir uns näher an den USA wähnen als an Russland, erklärt sich natürlich, und vielleicht benutzen uns die Trumpisten mehr als die Putinisten. Ja, schon, aber die Begründungen liegen nicht bei uns.

  • Eco, U. (2020). Der ewige Faschismus. München, Hanser.             

Oz, Berest, vorgestern und heute

Autobio Biofiction Biojüdisch

Zwei Bücher haben mich animiert, biographische und jüdisch-israelische Themen zu verbinden. Keine Rezension, allerdings, sondern Wirkungsgeschichte und ihre Folgen.

(Oz 2016, Berest 2023) :Amos Oz: Eine Geschichte lon Liebe und Finsternis, Ffm 2016, Suhrkamp; Anne Berest: Die Postkarte. Berlin 2023, Berlin Verlag

Oz`Buch erscheint 2002, da ist er 53 Jahre alt, und der Schwerpunkt des Buches ist seine Familiengeschichte und seine Kindheit und Jugend. Da ich viele Bücher von ihm kenne und gelesen habe, ist sowohl die Retrospektive (alle Großeltern und ihre Geschichte, die Verwandtschaft) ebenso wichtig für mich wie der Einblick in die wirkliche Geschichte Israels vor und nach der Unabhängigkeit. Und die Tatsache, dass viele Textstellen heute zugerechnet werden können.

Anne Berest ist 1979 in Paris geboren, ihr Buch ist einer der autofiktionalen Romane, die die Biographie verdichten und auf die wirkliche Geschichte hin verdichten. Hier liegt eine Beziehung zu Oz`Kultur, und für den Leser ist es wichtig, auf beiden Ebenen beider Texte zugleich zu sein: einer jüdischen Familiengeschichte, incl. der Frage, was ist jüdisch?, und die Frage, was mich/jemanden an der Gesellschaftsgeschichte interessiert, warum und vor allem wie.

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Oz schreibt sein Buch mit 52, seine Lebensorte waren Jerusalem, Kibbuz Hulda und Arad, und er geht von seiner Kindheit aus, um die Geschichte seiner Großeltern und des Rests der Familie und näheren Bekannten zu rekonstruieren, oft mit genauen Details, aber nicht als Dokumentation, sondern es hat immer etwas zu tun mit seiner Lebensgeschichte und ihrer (ersten?) Revision, eingebettet in die Geschichte Israels, dessen Staatsanfänge er ja als Kind miterlebt. Er ist klug, frühreif, und agiert als Kind, mit und zwischen Vater und Mutter nicht nur wie Kinder agieren, sondern wie er selbst mehr als 30 Jahre später dies im Kontext von Familie, Gesellschaft bewertet. Von hier versteht man den Titel, und „Liebe und Finsternis“ sind keine übertriebenen oder pathetischen Worte, wobei die Finsternis tiefe Schatten auf die Liebe wirft, sie aber nicht auslöscht; umgekehrt kann die Liebe die Finsternis nicht aus dem wirklichen Leben vertreiben, wenn Oz genial die Beziehungen der Familienmitglieder und anderer Konstellationen beschreibt, aber nicht glättet. (Zur Geschichte des berühmten Onkel Joseph Klausners müsste ein eigener kritischer Artikel geschrieben werden, da bin ich noch nicht). Nicht parallel, sondern verbunden damit ist die Entstehung des Staates Israel, seinen Vorgeschichte in vielen Fächern der Familie, aber auch deren Vorgeschichte in einer Welt, von der wir heute keine Vorstellung mehr haben, und die Oz 2001 auch nur rekonstruieren kann.

Oz erklärt, als wäre es heute. Seine Abwendung von den revisionistischen Zionisten und Menachem Begin ist beeindruckend gegenwärtig. Aber auch: es gibt natürlich keine eindimensionale Geschichte des Zionismus, und rechtslinks ist die zweifelhafte Dimension, ebenso wie Religion und Abstammung, Sepharden vs. Ashkenasim. Und das alles vor 25 Jahren, seine Geschichte geht also mehr als 50 Jahre zurück. Und er bleibt Zionist, und da kann die gegenwärtige Diskussion viel lernen, aber auch die Übernahme der Geschichte in all ihren Dimensionen, und nicht nur in den glättenden, opportunen (Vgl. Amos Oz – Wikipedia , die kurze Biographie lohnt wirklich).

So berühmt, vielfach geehrt und rezipiert, bedarf es keiner Metarezension. Sondern vielleicht einer Wahrnehmung, die sich an die Regel hält, sich als Leser mit dem Text und nicht mit dem Autor zu verbinden. (Oz S. 54ff.) Was mir unter anderem auffällt, sind viele Analogien der Verwandtschaft (inclusive der seltsam genauen Übereinstimmung von familiären Geburtsdaten der Großeltern und nahen Verwandten: S. 288: Familiendaten der Mutter Fania. Analog zu meiner Familie), aber keine der Biographie selbst, jedoch wiederum etliche der Reflexion auf diese Biographie, Jahrzehnte später. Die nachholende Festlegung von Wirklichkeit, die man nachträglich ohnedies nicht ändern kann, ist beeindruckend, wenn es um wirklich tragische persönliche Ereignisse geht, aber auch positive Zustände in einer komplexen Situation. Mich fasziniert auch die Erzählung der Familiengeschichte in zweiter und dritter Dimension, etwa von seiner Tante Sonja, der Schwester seiner Mutter. Die Verbindung zur Politik wird früh sichtbar, als gäbe es keine nichtpolitische Herkunftsgeschichte, und das wird später aufgegriffen: (z.B. 314 f. Nationalismus der Jugendlichen damals. Wichtig „Das hatte sehr, sehr viel Ähnlichkeit mit dem, was man heute hier bei den Palästinensern erlebt, nur ohne das Blutvergießen, das sie anrichten. Bei den Juden sieht man heute kaum noch solches Nationalbewusstsein“. (Erzählt Tante Sonja über Rowno, ihre Herkunft – 20er 30er Jahre)). Aber all das ist von einem überragenden Autor komponiert, so dass man unterhalb der bewussten Ereignisse Einblick in die Existenz der Betroffenen hat, die immer beides ist: persönlich und gesellschaftlich).

Hier kann ich eine Brücke auch zur Lektüre von Berest einrichten, für die es ja Hier kann ich eine Brücke auch zur Lektüre von Berest einrichten, für die es ja weitgehend um einige Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts geht, als rekonstruierter Rückblick, und vielfach hat ihre Mutter die Rolle von Oz‘ Tante Sonja. Für mich als Leser ist einer Unterschiede, dass ich bei Berest keine Vergleiche mit meiner Biographie anstellen kann (außer in der Frage, was eigentlich ist, wenn man „Jude ist“), während die Differenz zu Oz‘ Biographie sich ja wie ein alternative Text, wie eine andere Melodie liest und man schon seine Interessen an seiner Geschichte bei sich überprüfen muss. Und eine wichtige Frage: was wissen WIR von Israel, auch was wissen WIR von Frankreich, wirklich? Und wieweit glätten wir, was wir wissen, um unserer Anschauung willen, um der Wahrheit, nicht der Wirklichkeit willen?

Sein Buch ist natürlich nicht nur die Geschichte der Kindheit und Jugend, vom 50jährigen erzählt und reflektiert und nach weiteren 25 Jahren gelesen und kommentiert. Aber diese Geschichte muss sein. Ergänzt durch Berest, aber Oz nimmt mich retro auf, in Arad, dann sprechen wir über die Kindheit und ihre Politik und dass es nicht möglich ist, irgendetwas aus dem Kontext „wieder gut zu machen“, so gut wie nichts.

Am Freitag 23.5.2025 äußerte sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Gegenüber der „Kronen Zeitung“ sagte er, dass zwischen einer „unverrückbaren Haltung zum Staat Israel“ und der Kritik an der aktuellen Regierung des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu „speziell im Fall Gaza“ unterschieden werden müsse. (ORF 23.5.2025). Es ist erstaunlich, wieviel Oz vorhergesehen hatte, und wie er manche seiner Positionen im Lauf seines Lebens und seiner Reflexionen änderte oder korrigierte, aber immer seiner politischen Ethik und Kritik treu blieb. Vielleicht ist es das, was mich zum zweiten Mal und ausführlich diesem Buch von Oz zugetrieben hatte. Ich habe gelernt und korrigiert. Zum Beispiel die Lektüre von Samuel Agnon. Und da treffe ich mich mit der jugendlichen Selbstdarstellung des Oz: die kann man als Erwachsener zurücknehmen…

Und zur heutigen Debatte über das Verhältnis Israels zu Deutschland, zum Reparationsabkommen zwischen Adenauer und Ben Gurion. Es wird zwar dauernd zitiert, aber es fehlt etwas – dass Israel die Zusammensetzung der deutschen Regierung, Justiz unter den Umständen deutscher Reparationen akzeptiert. Das sagt in Deutschland heute niemand in der Politik, obwohl wir alles wissen könne, zu Globke (Adenauers rechte Hand), und vgl. Stein/Zimmermann, ZEIT 8.5.2025). Dazu S. 807f. bei Oz.

Und wir können nicht anders als die Beziehung zu Israel, die Wertung des Kabinetts Netanjahu und seiner rechtsradikalen, zT. faschistischen und rechtsreligiösen Kabinettsmitglieder und Gefolgschaft auch mit den Kriterien zu messen, die Oz ein Leben lang in einem Korridor von Wertungen entwickelt und vertreten hat. (Nur Zyniker können dem vorwerfen, man würde Palästinenser bewusst ausklammern und verkleinern im Vergleich zur Kritik an Israels Regierung. Immer die Geschichte der Hamas zeitgleich mit der Geschichte Israels im richtigen Kontext bemessen(.

Ich empfehle beide, Oz und Berest.

Für meine Freunde in Israel

Wir wittern Wetter, wetten…?

Es ist kein Zufall, dass alles, was mit der Witterung zusammenhängt, auch symbolisch in den Diskursen herumbrabbelt, wir wittern Verrat, Sturm aufs Kapitol, die sanfte Brise ist noch kein Resultat, dunkle Wolken ziehen sich über dem Staatschef zusammen….kennen und lesen wir. Der Kalauer zieht nicht, dass wir gerne Wetterinäre wären, und Blitz und Donner sind literarisch ausgelutscht. Wettermetaphern sind gang und gäbe, auch weil doch viele Menschen eine Vorstellung von Wetterfolgen haben, ob mit oder ohne Klimakontext. Aber so ganz literarisch ist das nicht.

Die sehr flache neue Regierung, der Kanzler heißt Merz und nicht Spätherbst, hat nichts wirklich konkretes mit dem Klima im Sinn, das vertrüge sich nicht mit Baubetonwut und Flächendemontage. Den Ökologen müsste das egal sein, denn der Kampf ums Klima kann sich nicht um die Mikrowellen einer Regierung Merz oder auch der größeren EU kümmern, wenn es ums Überleben geht. Soweit sind wir noch nicht, aber bald. Wenn Teile von Norddeutschland vertrocknen, versanden, hat das wenig mit Wetter, viel mit Klima zu tun. Wenn die Australier ertrinken, und viele in Norditalien, dann ist das andere Seite der Wirtschaftsmedaille. Das sollte man politisieren: es kann ja umweltgerechtes Wirtschaftswachstum geben, aber da müssten ganz andere Dinge gefördert werden als immer nur Autobahnen und Straßen. Nun sagen die Populisten, das sei alles ok, aber das Volk müsse dem zustimmen, man müsse es überzeugen, sonst hülfe alles nichts. Scheint logisch, ist aber Unsinn. Wie oft musste die Wahrheit gegen die abgebaute Wirklichkeit von gestern durchgesetzt werden, um selbst wirklich zu sein für morgen. Aber das wissen wir ja. Bleiben wir bei den Metaphern.

Bevor die neue Regierung, naja Regierung, Merz rankam, hatte ich vor prophetischen Urteilen gewarnt. Wartet ab, was sie machen, dann kritisiert. Nicht umgekehrt. Jetzt sind sie dran, jetzt kann und darf man, soll man als Opposition, Kritik üben. Die fällt schon mal klein aus, weil ja nur wenig strukturiertes aus der Regierung kommt, außer dem rechtslastigen Abschotten gegen echte Menschen an den Grenzen (auch außerhalb Europas, Verrat an den Afghaninnen und Afghanen, das ist hart an der Grenze zum Faschismus).

Wenn ein Mensch wettert, schimpft. Die Witterung führt uns zum Wittern, man ahnt schon, bevor etwas kommt. Mach keinen Wind! sagen sie in der Diskussion. Mein Spiel wäre, einmal alle Politik nur in Wettermetaphern zu diskutieren, und erstaunlich wird sein, wieviel da geht. Das alles geht natürlich nicht ins Zentrum der politischen Kritik, da kann und muss man ohne solche Metaphern auskommen. Dann wirds aber hart….Die Wettermetaphern mildern irgendwie die Auseinandersetzungen, sie haben etwas langzeitlich Kultiviertes, gleich donnert es, sagt man so, aber wenn es wirklich donnert, ist das schon anders als bei einer Rede von… na, mit welchem Gewitter wollt ihr wen verbinden, mit welcher Windstille, mit welcher Dämmerung? Das ist ja das Spiel, die ganze Politik einzupacken in solche Beschreibungen – und was sich die meisten darunter vorstellen.

Wenn wir jetzt anfangen dürfen, können, müssen, auch sehr naheliegende Kritik zu üben, dann können wir ja einmal versuchen, im Reich der Witterung zu versuchen, was wir dann vom Rednerpult der Politik wirklich loslassen. Es regnet, nehmt eure Schirme. Morgen wirds wieder ernst, da friert es dann beim Lesen.