Erwartungen schlagen die Hoffnung. Ergebnis: Murcks

In den letzten Tagen wurde die Inhaltsleere der meisten deutschen Hirne deutlich. Da ging es um die Spritpreise, die Ablehnung von Tempolimit, den Streit um höhere, niedrigere, gespaltenere Mehrwertsteuern und alles mögliche unsinnige Bewahren von Öl und Sprit, und um die Menschen, die im Krieg Iran Israel USA und anderswo geschlachtet werden, ging es nur, wenn aus einigen Oppositionsecken darauf hingewiesen wurde. Die sog. „christliche“ Partei, demokratisch und sozial, hat Angst, dass die Millionäre uns verlassen – obwohl man deren Anlagen und Gelder ja an sich nehmen könnte, wenn sie schon gehen wollten, die SPD kämpft um ihre weitere Existenz und schließt sich den dümmsten Forderungen an, aber sie greift die Tankstellenherrscher auch nicht an, Eigentum ist heilig…in meiner liberalen Lieblingszeitung steht dagegen eine Wahrheit: wie blöd auch immer Trump handelt )handelt, nicht: ist), der Kapitalismus setzt ihm Grenzen, wenn unsere Politik es nicht tut…Und binnen Minuten sind diese Flach- und Dummheiten ohnedies vergessen, weil ja angeblich Frieden einkehrt, deas Öl wird billiger, die Aktien steigen, und die rückständigen Evolutionsgarden gehen in ihre Vorgärten, Tee trinken, nachdem sie ihre Autos gewaschen haben. Dabei hätte man ja schnell und gut etwas tun können gegen die Abzocke, nicht nur beim Tanken…aber lassen wir das. noch sind sie nicht wirklich aufgewacht, sie blinzeln, die selbstständigen WEuropäer, die Deutschen, die wir ja sind….

Warum ich so daherschreibe, als ob ich Experte für nationale volkswirtschaftliche Potenziale und Irrwege wäre, der ich nicht bin, und als gebildeter Laie muss ich mich zurückhalten, weil mich das Gelächter sonst in den Abgrund stürzen wollte, wenn ich eine Meinung zur politischen Ökonomie der Gegenwart äußerte. Ich meine ja nur, dass in Teheran, im Iran, in Israel, im Libanon, und noch weitaus herum hunderte, tausende ziviler Menschen sterben, ermordert oder hingerichtet werden oder eben nur randmäßige Zufallsopfer beim Hinrichten der Feinde geworden sind…und mir da die Ölpreise eher sehr abhängige Variable scheinen…ja, ich „meine ja nur“ hat seine Tücken, wenn ich nicht sage, an wen ich mich wende, damit diese(r) daraus Konsequenzen zieht. Nein, ich denke das in mich hinein und bin erstaunt, wie leer und unklug das reiche Deutschland regiert wird, Vorbild für weniger reiche Länder, und eine gefährdete Demokratie wie alle Demokratien. Ich denke das in mich hinein und betrachte meine Umgebung als prekär. Am meisten wundert mich, wie das sogenannte Volk Heilung erwartet, wenn das Öl billiger wird, und nicht nur Öl und Dünger, auch Touristen wieder durch Hormus in die Freizeit pilgern dürfen, Freizeit, nicht Freiheit, bitte…

Ein mir bekannter fast täglicher Kommentator ist natürlich heute erleichtert und hofft auf die Verhandlungen, die am Freitag beginnen sollen. Die Erwartungen kämpfen gegen die Hoffnung. Leider. Umgekehrt wäre es spannend: was können wir hoffen, das wir angesichts der jetzigen Herrschaften nicht erwarten dürfen? Erster möglicher Schritt: nehmt die Kinder, die Alten, die Frauen, die Verwundeten in den Blick und nicht die Spritpreise.

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Natürlich könnte sogar ich etwas über Hoffnung versus Erwartung nachdenken und schreiben. Aberdarum geht es mir ehute gar nicht. Wenn man schlechte Politik an die Massen so verscherbelt, dass kein Ausweg in die Freiheit, in den Frieden sich abzeichnet, muss man sich nicht wundern, dass die Brandmauern bröckeln. Darum gehts mir. Und die Spritpreise sind nur ein schwaches Symbol für den Schleier vor den Augen in die Zukunft. Aus Hoffnung kann gute Politik kommen, aus Erwartungen kaum. Es sei denn, man tut etwas, man handelt, aber dann muss man ja hoffen…

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