Sachsen, Israel, göttlicher Abgrund

Die globale Entwicklung nach „rechts“ schwächt ebenso weltweit die Demokratie und den Widerstand gegen die illiberale Umgehung von Freiheit und Selbstbestimmung. „Recht“ steht in „“, weil es nicht einfach konservativ oder reaktionär auf einer linearen Skala bedeutet, sondern sich oft in Radikalismen der Linken und der so genannten Mitte findet. Hier geht es aber um RECHTS, faschistoid bis faschistisch.

Dass diese Rechtsentwicklung auch stark mit dem Identitätsbluster und mit Religion zu tun hat, wird oft verdrängt. Dass Religionsfreiheit die faschistoiden Ultra-Orthodoxen in eine Koalition mit den Siedlungsfanatikern und Gerichtsverächtern bringt, nur um den Ganev Netanjahu vor dem Gefängnis zu bewahren, gefährdet die weitere Existenz der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Das haben wir jüdischen Menschen und – wichtig – Israelfreunde verdient  oder  NICHT VERDIENT???      

Der Einwand, dass der israelische Pöbel gemeinsam mit rechten und konservativen Wählerinnen und Wählern in durchaus demokratischen Wahlen für diese Koalition gestimmt habe, ist nicht falsch, aber kurzsichtig geschichtsvergessen. Seit Jahrzehnten nimmt die Ausgrenzungspolitik der arabischen Bevölkerung in Israel und der liberalen, teilweise auch „linken“, teilweise Gründungszionisten, teilweise Shoahbeladenen usw. zu…nicht zuletzt geduldet und befördert durch zweigesichtige Israelfreunde in den USA und im „Westen“. Und vergesst nicht die Mitbeteiligung und auch Mitschuld der arabischen Bevölkerungsteile an dieser Entwicklung, nicht aller, aber vieler.

Rechts…Italien, Schweden, Ungarn, Polen…Israel.

Sachsen: Da unterstützt ein Ministerpräsident einer so genannten „christlichen“ Politikgruppe (CDU) einen rechtsradikalen Landrat, der gegen Geflüchtete hetzt (22.12.2022, u.a. DLF Nachrichten)), getarnt als Weihnachtbotschaft( = christlich). Immer häufiger stimmt diese Partei auch mit den Nazis von der AfD. ABER: die BundesCDU hat sich vom Landrat distanziert, schnell und klar (RP Online 22.12., ca. 9.00 Uhr). Das Aber ist, wie in vielen Fällen wichtig.

Wie gehen wir damit um? Welches ABER haben wir zur Hand, in Sachen Israel, in Sachen Sachsen, in Sachen Religion? Der Übergang von der privaten MEINUNG in die POLITIK ist, was wichtig ist, wichtiger denn je.

Nicht nur beobachten. Öffentlich darüber sprechen, wo es geht handeln und so wenig wie möglich den entpersönlichten Diskurs des „Man“ verwenden, denn man ist heute rechts, mehr denn je.

Mir ist Israel wichtiger als Sachsen. Aber mir ist Sachsen wichtiger als die künstliche Toleranz mit allem was christlich, islamisch, jüdisch im religiösen Zusammenhang bedeutet, wenn Religion nur das Tarngewand der Abschaffung von Demokratie ist, zugunsten eines so genannten „Gottes“. „“ „“

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