Sommerkrieg und Hitzefrieden

SCHEINBAR war der G 7 Gipfel ein Erfolg für alle, viele bezeichnen ihn auch jetzt so, da sie wissen, was alles in Trumps Strategie und Plänen verschönt wird, und was der Westen durch diesen Krieg verloren hat; der Westen, nicht nur die USA. Und alle sind sich einig, dass Deutschland zu den relativen Verlierern gehört, innerhalb der Entourage der Pundits unterhalb des US Führers. Die Krönung der Unterwerfung erfolgte heute Nacht in Versailles, das ließ sich Trump nicht nehmen. Und jetzt, am nächsten Tag, regieren wieder die Vance und Co. Fällt euch nicht auf, wie nachhaltig Lob und Unterwerfung sich gepaart hatten, eineb Woche lang, mit der Vermutung über den Vertrag, mit der Hoffnung, Trump würde nicht wild über Europa herfallen usw. Bis auf Netanjahu gibt es seit gestern keine wirklich konträren Trumposophen, und Russland zählt ohnedies nicht, wenn die USA ihren Schutz hier ausdünnen und zum Pazifik verlagern. Bitte, das ist nicht meine Meinung, aber die Zusammenfassung der Medien, die ich verfolge…

ANSCHEINEND sind wir ohnedies marginal oder, wie ich vermute, im kontinentalen Abstieg. Die Rechten, in ganz Europa, vertreiben ALLE Ausländer, und die eingesessene Bevölkerung nimmt ab…jahrelang haben die Zuwanderer die Bevölkerung wachsen lassen, jetzt ist auch das vorbei. Weniger Einwohner, noch weniger Einheimische Kinder als Kinder der Zugewanderten. Das braucht man mit den Rechtsradikalen gar nicht diskutieren, die werden schon alternd marginalisiert werden und irgendwann sozial aufgefangen. Aber noch sind sie nicht so alt, dass sie nicht Unheil anrichten können, etwa Wirtschaft und Tourismus vertreiben.

UND WEIL DAS SO IST; zerlegen sich die medialen Stellungnahmen seit gestern abend in der Zerlegung sowohl des IranUSA Memorandums als auch in Bezug auf den wahrscheinlichsten Positionsverlust Deutschlands, allerdings so oder so. Na gut, sag ich, wir sind Karthago vor dem letzten punischen Krieg…aber mein Widerstand klingt anders: ja, wir steigen ab, politisch, ökonomisch, sozial, aber wir müssen nicht kulturell in den Abgrund stürzen, wir müssen nicht politisch zu den Pundits werden, und dem Trump in den Putin, und dem Xi in den Trump usw. kriechen. Diese These wird gegenwärtig von wenigen geteilt, und sie wird mir post mortem nicht zur Nachehre gereichen. Egal. Mir ist wichtiger, was ich zu meinen Lebzeiten als korrigierbare Geschichtserfahrung für mich weiterbearbeiten und denken kann. Jetzt nicht lachen: eher SZ und ZEIT als FAZ lesen, wobei es um Assoziationen in die eigene Vergangenheit geht. Und sich Gedanken über die Zerstörung vor der Zerstörung machen: dass etwa das Klima vielleicht den Untergang Europas überholt? Und dass vor diesem Untergang die Europäer sehr viel mehr Menschen aufnehmen müssen als unerwünschte MigrantInnen abzuschieben (Lächerliche Rhetorik angesichts einer neuen Form des Weltkriegs, siehe oben…Scheinbar haben die 0,8 Regierung Merzens oder Frau von der Leyen noch nicht verstanden, dass Europa bene absteigend immer weniger zu sagen hat. Nur Selbstbewusstsein ist nicht politisch. Test für die LeserInnen: WEM zu sagen?).

Nein, keine pessimistische Prognose, kein Endzeit-Geheul. Duale Momente, rechts-links, optimistisch-pessimistisch, politisch-pragmatisch, moralisch-unterwürfig etc. – all diese Dualitäten legt beiseite. Versucht, einen Realismus für euch, auch persönlich zu entwickeln, der eure Geschichte und eure Zukunft durchaus auch aufruft. Gegen den gegenwärtigen Stand der künstlichen Intelligenz; ein wenig natürlich darf man schon sein.

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