Tragische Komik, hier wie dort

Wenn man die rechtslastigen absurden RandpolitikerInnen der jetzigen Bundesregierung ernst nimmt, dann sind sie nur komisch an der Oberfläche, und tragisch für Demokratie und vor allem Alltagsverständnis von Gesellschaft. Klöckner, Spahn, Dobrindt usw. agieren jenseits ihres unterschiedlich hohen IQ – der nie in Auseinandersetzungen oder Kritik bestritten, gar beschrieben werden soll, siehe weiter unten! – in einer Weise, die ihre Sicht und nicht unsere Reaktion auf die Demokratie absurd. Deshalb muss man sie ernst nehmen, und nicht wegen ihrer konkreten Entscheidungen und Handlungen, die gemessen am Großen Ganzen der Demokratie destruktiv, aber nicht entscheidend sind.

Darum entscheide ich mich dafür, nur solche PolitikerInnen zu kritisieren, denen ich mit der Reaktion auf diese Kritik begegnen kann. Solche, die ich verachte, kritisiere ich nicht, weil mich selbst beschädigen würde, und solche, die ich nicht verachte, deren Position innerhalb der Konstruktion von Staat gegenüber der Gesellschaft ich nicht verstehe, kritisiere ich auch nicht. Das Unverständnis als politische Kategorie müsste ein typisch aktueller Titel für wirksame Texte sein.

Was für Deutschland gilt, kann man auch global übertragen. Die letzten 24 Stunden, Trump, Putin, die Treffen in Anchorage, Washington, Telefonate etc. und die Interpretationen durch wahlweisem anschmiegsame oder leicht selbst-überschätzende KommentatorInnen sind gleichermaßen der tragfähigen Kritik nicht wirklich zugänglich. Die Übertragung der tragischen, als Komik getarnten, Groteske auf das Überleben und die Zukunft von Milliarden Menschen wäre absurd.

Womit soll man sich also beschäftigen? Fragt das jemand ernsthaft? Natürlich mit der Wirklichkeit. Mit dem massenhaften Ermordetwerden, mit der Verhungerungspolitik, mit dem Aufeinanderprall von so genannten Wahrheiten, die keine keine Gerechtigkeit mehr zulassen – das ist im Grenzfall Philosophie (Omri Boehm), und im Normalfall unsere moralische und rationale Verpflichtung. Dass diese im Diskurs, nicht in der Realität, so grauenvollen Unsinn wie die letzten 24 Stunden von Trump & Konsorten ausblenden muss, macht die Wirklichkeit umso wichtiger, umso bedeutender, vor allem weil wir für die Möglichkeiten nach ihr verantwortlich sind. Was also werden soll, damit nichts so bleibt.

Es gibt genügend politisch vernünftige Vorschläge, personell, projektorientiert, sachlich und sofort oder bald ein- und umsetzbar. Das geht nicht auf der Achse revolutionäre versus evolutionär, sondern im Sinne der theoretischen Praxis, die, wenn sie gut ist, zur Praxis und Umsetzung, incl. Fehlertoleranz, führt. Dass die großen und kleinen komischen TragikerInnen das unter allen Umständen verhindern wollen, weil sie ihre Vorzugsinseln oder Kriegsschutzschilde oder Bankkonten schützen wollen das ist die Einsicht, dass Politik auch von uns, konkret von uns, einen Preis verlangt. Einen Handlungspreis.

Zurück zu den schrecklichen flachen Ereignissen in Anchorage und Washington, D.C. Es war ja nicht der letzte Akt der Tragikomödie. Er hat nur noch nicht die Wahrnehmung unserer Beteiligten sensibilisiert, dass der Krieg nicht etwa erst beginnen können, sondern schon sich ausbreitet. Unsere Beteiligten, das sind auch wir.

Lechts Rinks Ittem – was habt ihr denn erwartet

Ìn Zeiten um sich greifender faschistischer Amtsanmaßung ist es selbstverständlich, dass auch auf das Bewusstsein normal denkender Menschen zugegriffen wird. Wenn eine AfD Politikerin, Nicole Höchst, sagt: „„Hitlerjugend kämpfte gegen Rechts“ Katja Thorwart FR 17.8.2025 :“https://www.msn.com/de-de/politik/beh%C3%B6rde/afd-bundestagsabgeordnete-h%C3%B6chst-hitlerjugend-k%C3%A4mpfte-gegen-rechts/ar-AA1KFTa1?ocid=msedgntp&pc=U531&cvid=46eb16bb079c4941a30336daf9226202&ei=13,

…dann ist das auf unangenehme Weise NORMAL. Denn Faschismus passt seit jeher nicht in das Rechts-Mitte-Links Schema. Manche meinen / lechts und rinks / kann man nicht velwechsern / werch ein llltum, sagt schon Ernst Jandl. Aber ebenso ernsthaft: Warum heißt die NSDAP so wie sie heißt? Das R-L-Schema hatte eine gewisse Berechtigung für die Arbeiterklasse, aber im 20. Jahrhundert wurde es durch komplexe Beziehungen, durch die Politisierung der (konstruierten, fiktiven „Mitte“) und durch eine Reihe anderer Dimensionen des Faschismus mit dem Populismus überholt (nicht einfach abgelöst). Deshalb ist die oben zitierte Kritik an Nicole Höchst verständlich, geht aber neben die Tatsache.

„Natürlich“ haben die Nazis andere rechte Bewegungen ebenso wie linke bekämpft, weil die ideologische Ausrichtung andere Dimensionen hatte. Dazu braucht man teilweise komplexe Programm- und Literaturkenntnis zu den verschiedenen Faschismen (wie viele verwenden den Begriff Linksfaschismus, ohne genau zu wissen, was sie, richtig oder falsch damit meinen). Und man braucht vor allem empirische Einsichten, was Faschismen tatsächlich ummodeln, zerstören, aufbauen und vernichten. Der Plural „Faschismen“ ist wichtig, weil er die Bandbreite seiner Aneignungen und Gegnerschaften aufzeigt.

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Darüber habe ich schon oft geschrieben, immer wieder die Theorien und Fakten zu den Faschismen erwähnt, und es ist und bleibt auch eine Frage der Allgemeinbildung, wieweit das im politischen Bewusstsein sich ausdrücken und entgegen wirken kann.

Nicole Höchst repräsentiert geradezu die Attraktivität von Faschismen, die nicht selten die Brüchigkeit überkommener politischer Bestimmungen ausgenutzt haben – und dann, scheinbar oft demokratisch – dieser Brüchigkeit ihren Herrschaftsanspruch entgegengesetzt haben. Das ist Teil – nur ein Teil – des populären Aufstiegs der AfD in der Gegenwart. Und scheut euch die Faschismen in Europa an: sie verfahren fast alle so.

Wie kann man sich dagegen wehren? Zunächst, wie immer und überall, die eigenen Positionen – theoretisch, praktisch, dialogisch begrifflich – daraufhin überprüfen, ob sie nicht nur wahr sondern auch real sind. Und dann: bei den Faschisten und nicht nur bei denen überprüfen, was eigentlich die Folge ihrer Positionsbestimmungen sein kann. Wenn der Kampf der Hitlerjugend gegen andere rechte Organisationen gepriesen wird, dann wird das ja nachträglich am Erfolg der NS gemessen. Schaut in Deutschland auf die überall sich entwickelnden faschistischen Nester und bedenkt über die Kritik hinaus, was man denn alternativ tun kann, soll, möchte.

Und dann muss man die ideelle Mitte verlasse4n, Man wird zum WIR.

Unehrlich ins Desaster

Nach dem lächerlichen Ineinanderkriechen zweier Diktatoren, Pmurt und Nitup, in Alaska, sind die Kommentare der meisten unserer Politiker so peinlich, dass man Pmurt in seiner Egozentrik und Nitup in seinem Stalinismus ja recht geben muss: vor Europa müssen beide nicht spontane Befürchtungen haben. Natürlich geben viele Kommentatoren uns vor, sich Pmurt zu fügen, er ist der nukleare Herrscher Nr.1 und zugleich endlich mit Nitup zu sprechen und zu verhandeln, er bedroht ja Europa und Pmurt wird uns nicht schützen. Gleich aufgeben? Aber ja, Untergebene haben ihre eigenen kleinen Spielräume, wenn sie nur unterwürfig sind…

Einige wenige Politiker und Politikerinnen sagen nicht nur die Wahrheit, sondern raten auch zum Widerstand. Der ist nicht so kompliziert: In Europa sich für die Ukraine auch praktisch, d.h. ggf. militärisch einsetzen, und für die Rüstung und Kampfbereitschaft selbst zahlen. Haben wir ja bisher nicht wirklich gemacht. Rüstung ist sehr viel mehr als Militär, Kampfbereitschaft ebenso, beide sind auch gesellschaftlich, sozial, kulturell – und das wird kosten, das wird so teuer, dass unser Wohlstand auch darunter leidet. Wir werden nicht verarmen, aber unsere Lebensstandards werden nicht steigen, sondern stagnieren oder sinken. Wer soll denn unsere Rüstung gegen die Russen und ohne die USA bezahlen? Und dass wir Waffen eher in den USA kaufen als sie selbst herzustellen, ist sekundär in diesem Kontext.

Alternativen? Sagt doch, wie man Frieden aushandelt, wenn man nichts anzubieten hat als Geld und Unterwürfigkeit. Und das Geld…ach ja, da gibt es mehr als eine Geschichte nach 1945.

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Nein, ich nehme keine Kriegspartei an, sowenig wie flachen Pazifismus. Ich habe sogar Vorbilder in meiner Meinungsbildung, vor allem -aussage. Karl Kraus, Thomas Bernhard. Und was den Frieden angeht, sind sie alle Israelis: Oz, Shalev, Yehoshua, Horvilleur, Boehm, und andere und gegenwärtig vor allem David Grossman. „Frieden ist die einzige Option“, Hanser 2024. Nicht zitieren, lesen. Warum die Friedensdiskurse um Israel für mich so wichtig sind, hat mehrere Gründe, dass ich ein jüdischer Jude, bin ist nur einer davon. Wichtiger aber ist die Entwicklung bzw. das Auseinanderdriften der möglichen Kompromisspartner, die so aber die Voraussetzung für vertrauensvolle Friedensverhandlungen wären. Und da waren sie alle negativ von außen beteiligt, um von innen Unfrieden zu stabilisieren, die Westmächte, die USA, Russland, auch Deutschland….Wenn man Grossman liest, versteht man, wie sorgfältig nicht die scharfkantigen Abgrenzungen zu verhärten sind, sondern wo man die Übergänge findet, wenn es keine Realpolitik geben kann. Und für mich kommt dazu, dass ich den Juden Netanjahu eben als einen nichtjüdischen Faschisten mit seiner Kamarilla erkenne. Und wie er und Pmurt harmonieren und sich von einander abhängig machen ist eine Blaupause für Nitup und Pmurt, wobei letztere der Stärkere, ersterer der Klügere ist.

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Michael Roth hat heute (15.8.) unter anderem Josef Braml kritisiert und eine mutige, schwierige deutsche Position skizziert, die von uns mehr als nur Bekenntnisse zugunsten der Ukraine erfordert. Dass ausgerechnet Roth von seiner Partei eher ausgesondert wurde, ist kein Zufall. Noch hat die Wirklichkeit das Bewusstsein der meisten deutschen Politiker:Innen nicht wirklich erreicht.

Zur Logik gehört, dass man nicht binär vorgehen darf. wenn man gegen Nitup agiert, bedeutet das nicht, dass man automatisch für Pmurt sich unterwirft. Ich weiß schon, dass wir NATO-unterworfen sind, dass wir von starken US Ein- und Angriffen, aber auch Wirtschafts- und Kulturdiktaten abhängig sind, ABER das bedeutet ja nicht Bündnis. Selbst in der Gegnerschaft kann es Verträge geben. Dass wir auf mittlere Sicht unterlegen sind, wissen wir. Nur spricht niemand über die Folgen.

Mit Feinden gibt es kaum Verträge, obwohl selbst da: Geiselaustausch, Toten-Übergabe…..Mit Gegnern muss es Verträge geben können. Auch wenn Pmurt so stark ist, und wir in der gegenwärtigen Konstellation schwach sind, ist er nicht allmächtig und wir sind nicht ohnmächtig. Rütte darf kein Vorbild sein. Zur Demokratie gehört Resilienz – und nicht nur gegebenenfalls, sondern sicher auch Abstriche im sozioökonomischen Wohlstand.

Manche Beispiele – Ukraine? – sollten uns doch ermutigen. So, wie wir von Pmurt vertriebene Wissenschaftler:Innen aufnehmen, so müssen wir weiter und ausgreifend agieren. Unsere Kinder werden es uns danken, nein, eher unsere Enkel.

Trocken vor der Dürre

Es ist ein trockener Hochsommer, und wenn der Himmel blau ist oder leicht bewölkt, tröstet das die Bäume und Gärten nicht, die um ihr Überleben kämpfen. Noch tagelang kein Regen in Aussicht. Nicht so schlimm wie in Italien, Spanien und anderswo, aber schlimm genug.

Die Dürre, die sich abzeichnet ist nicht natürlich. Sie ist auch nicht politisch korrekt. Die bewohnbare Erde wird zunehmend unbewohnbar, weil ihre BewohnerInnen sich an ihr vergreifen. Politik sowieso, aber auch die einzelnen Menschen – die Begründungen halten fast nie stand. Klima ist der Rahmen.

Das Bild, das sich abzeichnet, tritt in den letzten Wochen und Monaten immer stärker hervor. Das Bild der Erde, die heute nicht mehr ganz die „Welt“ ist, umso eher greift ein künftiger 3. Weltkrieg über die Erde hinaus. Die Frage ist nicht abstrakt, ob die Umwelt der Selbstvernichtung großer Teile der Menschheit zuvorkommt, oder ob der Weltkrieg uns auslöscht, bevor wir richtige Maßnahmen gegen den Klimatod hätten treffen können (mit geringer Wahrscheinlichkeit, aber immerhin).

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Ich bleibe dabei. Das Modell ist 1984 von Orwell.

Drei große Mächte, USA, China, Russland stehen einander, atomwaffen-gerüstet, gegenüber. Wer meint, Trump sei weniger menschheitsgefährdend als Putin oder Xi, hat nichts verstanden oder nimmt nicht genug Wirklichkeit wahr. Die Gefolgschaften kriechen den jeweils unterwerfenden Diktatoren in die Abhängigkeiten. Dass das bei uns in der EU, in Deutschland, anders aussieht als in Nord-Korea mit Russland oder in asiatischen Ländern mit China, weiß ich auch, und eine Metapher unterliegt nicht der Realpolitik.

Aber bei UNS zum Beispiel: nur weil Meloni außenpolitisch die Ukraine unterstützt, kann Merz doch nicht an ihrer Innenpolitik vorbeisehen, die das demokratische und kulturell wichtige Land verzerrt, vor allem sozial. Oder bei UNS: die Kultur dreht nach rechts, weil der Rechtsstaat nicht stark genug ist, sie zu schützen. Das ist NOCH nicht so schlimm wie in den USA oder Israel (die gehören ja denen, zu denen wir gehören!).

So, wie vor dem morgigen Treffen der beiden Diktatoren in den Medien diskutiert wird, sind WIR noch sehr FREI, gut so. Aber was der NATO Sekretär Rutte sich beim Kriechen in den Trump erlaubt, zeigt nur, dass meine Eingangsthese stimmt. Wenn er sich durchsetzt, wird die Russenlinie gegen den Westen durch die Ukraine oder an ihrem Westrand gehen. Ich fürchte schlimmeres. Aber weiterhin: ich bin weder Experte noch spreche ich für politische Oppositionsstrukturen. Ich spreche für meine Kinder, Enkel, Freunde, und um hier nicht abseits zu geraten, informiere ich mich schon: bei Familie und Freunden in (und aus) den USA, Israel, der Politik hier und in Brüssel und….Und diese Information treibt mir oft den Schweiß an die Stirn, wenn ich unsere Staatspolitiker höre und ihre Gefolgschaften, und die Opposition von rechts und oft von links, die gegen die Demokratie und gegen den Frieden anreden.

Ich bin zu alt, als dass ich mich in die wirksame politische Stimme einschaltete. Ich denke, analysiere, schreibe, diskutiere, aber unterhalb der allgemein akzeptierten politischen Ebene.

Ein Sarkasmus: ich habe zweimal das Wort „Gefolgschaft“ verwendet, das ein Nazibegriff ist. Ich muss meine Ironie nicht rechtfertigen, aber ich muss doch lachen, dass der Plural „Gefolgschaften“ vom Computer als Rechtschreibfehler angezeigt wird….

Zurück zu den ersten Hauptthesen: WENN ich nicht recht habe, umso besser. WENN es aber stimmt, wenn die drei Diktaturen sich die Staatenwelt aufteilen, dann ist der Dritte Weltkrieg wahrscheinlich früher real als der Zusammenbruch der Umwelt (schaut euch nur die Verbrecher der Plastikkonferenz an…).

Das schreibe ich hier außerhalb der politischen Diskussionsrunden. Die haben die Verfassungsgerichtspleite, die Grenzdiktatur, die Sozialsystemschwäche usw. durchaus zum Thema, aber Merz und Spahn und Klöckner …. regieren nach Rechts in der Hoffnung, den Demokratieabfall zu überbrücken, bis es niemand mehr merkt. Dann sind wir allerdings dran – und in einer nahen Zukunft, die die soziale und kulturelle Verarmung wohl mit sich bringt. Ob das schon Teil des Kriegs oder sein Vorfeld, könnt ihr selbst bewerten. Nur: alternative Voraussicht möchte ich erst sehen, bevor ich Abstriche mache.

Sanfter Faschismus? Auch in D.

Frau Klöckner betreibt eine Gleichschaltung des Parlaments, wie man es aus Diktaturen kennt, nicht ganz so hart und schnell, aber konsequent. Sie will die Abgeordneten in gleichgeschaltete Marionetten verwandeln. Nachdem sie schon ein Fahnenschwingen auf den Nationalismus reduziert hat, nachdem sie schon ästhetische Ansichten vor die Politik geschoben hatte.

So hatte sie sich früher nicht aufgeführt, aber Menschen verwandeln sich mit beginnendem Zuwachs an Alter und Bedeutung, das ist auch ein Zuwachsen des Gestrüpps um liberale Demokratie – und ein wenig Gelassenheit, wenn nicht alle dem Sektengehabe der Frau Klöckner nachgeben.

Eigentlich ist sie unbedeutend. Das weiß sie auch.

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Aber sie ist, das kann man schon dialektisch begründen zugleich aktives und getriebenes Element einer Entwicklung, die keinen Halt bei einer legitimen rechtskonservativen Mehrheit macht. Das ist ein Problem, denn man darf auch die Grenzen nicht böswillig überschreiten, wenn man selbst die Grenzüberschreitungen der Konservativen kritisiert – ich bin ja leider kein Satiriker.

Nun sind die Vorstellungen über Faschismus ja teilweise ignorant, teilweise zu eng auf bestimmte Aspekte der Vergangenheit fokussiert. Man vergleicht Faschismus zu sehr mit Kommunismus und Kapitalismus, was eine falsche Einstellung ist, weil man Faschismus eher als Gegenbewegung gegen Demokratie einordnen muss, und eigentlich sollte man, wie ich es normal mache, im Plural von Faschismen sprechen, denen nur wenige Eigenschaften generell gemeinsam sind, vor allem das Führerprinzip gegen die Demokratie.

Nun haben wir in Europa, vielleicht weltweit, eine Vielzahl faschistischer Nester, Bewegungen, teilweise auch Herrschaften oder aber Oppositionen. Man will sich bei uns an den Gebrauch des Wortes – weder als Begriff noch als Leitmotiv – nicht gewöhnen oder orientieren, weder gegenüber der AfD und dem BSW noch gegenüber den faschistischen Tendenzen an den Rändern demokratischer Parteien. Das ist besonders peinlich, weil die Unterscheidungen oft schwierig sind, was nur rechtsradikal und was schon faschistisch ist.

Wie gesagt: nicht alle rechtskonservativen Politiker:innen sind faschistisch, nicht alle Faschisten sind nur rechts, weil die R-L-Koordinate hier nicht wirklich passt. Da können sich noch manche anerkannte Politiker:innen zurückziehen, wenigstens eine Zeitlang.

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Wie hängt das mit Frau Klöckner zusammen, wird hier nicht eine hinterhältige Brücke zwischen ihr und dem Faschismus aufgebaut? Gerade nicht hinterhältig. Sie muss die Brücke ja nicht betreten, dann bleibt sie, was sie ist: konservativ und oft im Unrecht.

Gerade höre ich, dass wieder Menschen zuerst als Abgeschobene dehumanisiert und dann in undemokratische Länder entfernt werden, diesmal eine unschuldige drusische Familie in den Irak. Durch einen Parteigenossen von Frau Klöckner, Herrn Dobrindt. Der steht schon auf der Brücke

Klima und Krise

Die Wolken türmen sich. Gleich geht der Starkregen wieder los. Die Pfützen sind breit und tief, eigentlich eine schöne nasse Landschaft in einer Saison großer Trockenheit. So ist es häufig: was nicht regelmäßig eine Situation, eine saisonale Witterung, eine politische Erwartung beherrscht, erfährt mehr Aufmerksamkeit und manchmal unerwartetes Lob. So, wie Klima und Wetterbefund nicht dasselbe sind, aber sich gut vermischen lassen, so geht es überall: ein guter Konservativer findet plötzlich Aufmerksamkeit, wo die Mehrheit dieser Rechten eher Abwendung erfährt; auf der Linken nicht anders, in der Mitte auch so, nur, dass man nicht so genau weiß, was die Mitte ist.

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Das Wetter, das wir früher erlebt haben, wird heute verklärt. Die Politik unserer Jugend war auch nicht gut, aber durchschaubar – und wir konnten eingreifen. Davor auch wieder nicht. Beziehungen waren….naja, nicht eindeutiger als heute, aber auch durchschaubarer. Alles haben wir damals durchschaut und können es heute so wenig wie wir den Jungen diese Fähigkeit zutrauen, etwas zu durchschauen, zu erklären und es dann ändern oder beibehalten zu wollen. Lamento senile…Diese Generationenhaltung ist nicht neu, und viele Pädagogen, Blogger, Gurus verdienen mit ihr gutes Geld. Aber einen Nachteil haben diese Diskurse, sie verdecken, was sich wirklich ändert, nicht nur von Generation zu Generation, sondern von gestern bis heute.

Wer eine Zeitenwende behauptet, nimmt meistens wenigstens einen nachweisbaren Veränderungsfakt als Ausgangspunkt. Wer sie leugnet, versucht den zu dekonstruieren. Und altmodische Geschichtsredner denken nur in Zeitenwenden, die immer näher aneinanderrücken, bis die gesamte Geschichte nur mehr eine Wende ist, die keine bestimmte Zeit braucht. Soweit, so banal. Aber wenn eine Zeitenwende lange stabil gehaltene und fest geglaubte Tatsachen destabilisiert, was dann, o Bewusstsein?

Also: das alles hat wenig mit dem Alter der Betrachter zu tun, viel mehr mit selektiver Erinnerung. Manchmal aber hatte sich die Zeitenwende angekündigt, lange bevor sie eingetreten war. In Israel z.B. schon 1948, oder jedenfalls 1973, oder wann – sicher nicht am 7. Oktober 2023, da war sie schon eingetreten, und wieweit sie eingetreten gewesen ist, beschäftigt mich heute fast noch mehr als die richtige Kritik an Hamas und Netanjahu, die in gewisser Weise unmenschlich zusammenwachsen. Und das ist eine Kritik unter vielen, und wenn sie auch nicht alle auf einer Ebene sind, sie dürfen nicht abgelegt werden. Denn wenn man sich aussucht, was man historischer Kritik für sich beansprucht und was man dem „Man“ allgemein überlässt, macht man sich nicht nur vor anderen verdächtig, auch vor sich selbst.

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Auf diese Weise wird man zu einem Menschen, der in den Abständen zwischen Laien und Profis, zwischen subjektiven Selbsteinschätzungen und der objektivierenden Tätigkeit des sich in die Kommunikation Einschaltenden bewegt (Was für Satz-Gethüm, geht mir nicht besser). Die Wahrnehmung der Abstände wird von vielen verdrängt, dann kann man sich am besten „raushalten“. Das aber soll ja wirklich nicht sein, auch wenn es – oder genauer: wenn man – nervt.

Darum denke ich, dass wir nerven müssen, wenn es um die Abwehr der rechtsradikalen Subfraktion geht, Klöckner, Spahn, Dobrindt & al., auch wenn sich viele mit der Normalisierung der Rechten noch zufrieden geben. Diese Normalisierung geht aber eher der Festlegung als der Veränderungsdynamik entgegen. Veränderung ist nicht an sich gut, sondern braucht Inhalte und Formen, und die sind z.B. bei den Kritiken . siehe oben . wichtig. Beispiel: auch wenn es evident ist, Israel kann man nicht kritisieren, wenn der Bezug zu Hamas nicht genannt wird. Übrigens reicht der innerhalb der Kritik nach beiden Seiten. Ähnliches gilt für jede Kritik, und man darf das nicht verwechseln damit, dass „alle“ irgendwie schuldhaft an „allem“ beteiligt sind. Sind sie nicht, und wenn, muss das Wort „irgendwie“ getilgt werden.

Das schlechte Wetter hält irgendwie weiter an, aber es ändert am Klima nichts.

Rückzugspitze

Dass die Bayern genügend Geld für elternfiese Ferien haben, dass sie Kitsch in Weltkultur verkaufen, dass sie dauernd über ihre DNA schwätzen, … Naja, Minderbemittelte müssen mehr auftrumpfen, das versteht sich. Bayern gehört ohnedies nicht wirklich zu Deutschland, zu „uns“. Eigentlich reicht die Kritik der Medien an Söder und seinen rechtsradikaleren Exponenten, um das Thema abzuhaken.

ABER: da waren sie, die Dobrindtisten, jetzt wieder, für etliche Millionen €, auf der Zugspitze, den Deutschen von Österreich als Gipfelchen überlassen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Zugspitze). Nein, Dobrindt hat keine Demokraten unabsichtlich hinuntergestoßen, er hat sich vielmehr mit Gleichgesinnten wieder darauf geeinigt, Menschenrechte, Menschen, weiter zu verletzen, zu vertreiben, zu demütigen. Drittstaaten werden erpresst, deutsche Opfer aufzunehmen: das ist das Prinzip. Rechte werden verletzt, bis keiner mehr etwas vom Rechtsstaat weiß, das ist das Prinzip von Dobrindt, Deutschland soll ja Führungsmacht werden. Nicht weit vom Führerquartier am Untersberg. (https://de.wikipedia.org/wiki/Berghof_(Obersalzberg) Ich weiss, dass es nicht als anständig gilt, diesen naheliegenden Bezug auch nur auszusprechen. Aber fragen Sie sich, was Dobrindt und seine rechtsradikalen CDUCSU Verzerrer damit zu tun haben. Sagen Sie doch, warum der Bezug absurd ist, und eine Demokratie solche Rechtsabweichler, wie Spahn, Dobrindt, Söder etc. ertragen können muss, ja, sie noch zur Demokratie zählen sollte, gegen die „wirklichen“ Rechten. Sagen Sie es, bitte.

Auch der Kalauer mit der Spahnzange gehört hierher. Ich habe auch nicht Zahnspahnge gesagt. Aber zurück zur Zugspitze.

Es gibt schwerwiegende Kritik an der Rechtsbewegung der deutschen Politik, von der Anbiederung an Faschisten im In- und Ausland bis zur fatalen Unsicherheit im Gerichtsfall. Aber die Zugspitzposse zeigt, wie weit die NORMALISIERUNG sich durchgesetzt hat, was ja wissenschaftlich schon gut begründet ist, aber eben sich politisch immer stärker auswirkt. (Im Deutschen soll man dazu schon Jürgen Link (https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Link) lesen, aber Normalisierung hat einen sehr viel breiteren Diskursrahmen erreicht).

Die herumschwirrende These, dass das mit einer Unsicherheit, ja Ungewissheit, gegenüber der Demokratie einhergeht, beschreibt vieles, und erklärt fast nichts. Dabei gibt es für den Abbau der Lebenssicherheit in der Demokratie ja doch eine Reihe auch populärer Vermutungen und Thesen, z.B. Wilhelm Heitmeyer im neuen SPIEGEL „Hass“, S. 50, und früher, oder die politischen Angstdiskurse, in den letzten Jahren vielfach erklärt.

Die Nähe bzw. Überschneidungen der deutschen rechtslastigen Konservativen mit den Faschismen ist kein Einzelfall. Aber jeder Fall muss einzeln geprüft werden, weil oft widersprüchliche Entwicklungen die gleichen faschistischen Grundvoraussetzungen schaffen. Historisch müsste man sagen „geschaffen haben“. Ich will mich gar nicht mehr als gebildet und laienhaft mit den Faschismen auseinandersetzen, aber die Politik, die mich in der Demokratie interessiert, wird ja auch von ideologischen Geistesschwäche ihrer (zu) schwachen Repräsentanten verbogen und abgelenkt. Und da lohnt es schon, genauer die Querbezüge der einzelnen Faschismen zur wirklichen Politik festzustellen und sich zu erklären versuchen. Merz-Meloni ist mein Musterbeispiel oder die dänische Demontage ehemaliger Demokratie oder…

Nebenbei dringt Faschismus aus Angst in die Kultur durch vielfältige Verunsicherungen ein. Wir haben nicht hinreichend viele Klaus Peymanns, die die wichtigen Texte zum Leben erweckten. Aber gerade wir brauchen die aktive Präsenz in allen Formen der Kultur, vom Zirkus bis zur Lyrik, von der Kunst bis in die Musik, und kein UntenOben sondern Wirklichkeit gegen Ideologie – und Unterwerfung unter Herrschaft, Religion und, eben, Faschismus.

Sommerflucht in die Resilienz

Ich laufe vor der Wirklichkeit davon. Stellen Sie sich vor, wie man über Israel und den Nahen Osten unaggressiv, „cool“, sachlich und wirksam schreiben kann; wie man über Trump und Putin ohne bissige Charakteristika schreiben kann; wie man über das absurde Regierungstheater Merz schreiben kann, ohne weniger Schuldige zu beschweren und wirklich Schuldige zu entlasten; wie man die nächsten zehn Krisenherde global und die nächsten sozialen Widersprüche bearbeitet, so dass es Wirkung bei den LeserInnen, also bei Ihnen zeigt; und reagieren Sie auf die Kulturzerstörung, die uns sehr schnell den unkultivierten Durchschnittsgesellschaften angleicht. Stellen Sie sich das alles vor der zweiten Tasse Café am Morgen vor, denken Sie ruhig darüber nach, atmen Sie tief ein – und

WAS TUN SIE DANN?

Sagt jemand: Nichts. Und jemand sagt: weiß nicht. Sagen viele, wir schichten erst einmal ab und nehmen uns das Wichtigste vor, aber was wird das sein? Sagt jemand: ich verstärke meinen Widerstand.

Wie kann man Widerstand (aus)üben, wenn die Objekte unerreichbar oder nah, aber diffus und schwammig sind?

(Der normale Rat dieses Blogs wäre, sag erst einmal nichts, denk nach, bevor deine Meinung zu weiterer Untätigkeit führt. Aber darum geht es heute nicht).

NICHTS IST AUCH ETWAS

Aber ja. Wenn man uns vorwirft: „Ihr tut ja (auch) nichts“, muss man das nicht einfach so hinnehmen. Wie im physikalischen Quanten Modell, muss sich der Widerstand auch bündeln, kräftig werden, aber dann, wenn er losgeht, schwer zu bremsen oder zu steuern.

Das meinte ich immer einmal mit der Ablehnung der meisten sofortigen Reaktionen auf falsche oder widerwärtige Angriffe. Ohrfeigen und Rücken-Zuwenden geht im Privaten, aber nicht im Gesellschaftlichen. Wie lange musste die Ohrfeige für Kiesinger vorbereitet werden – und was waren ihre Nachwirkungen? (https://www.deutschlandfunkkultur.de/beate-klarsfeld-ohrfeigt-1968-kanzler-kiesinger-eine-100.html).

Oder ganz anders: gesellschaftlich ist unmittelbarer, wirksamer Widerstand eher eine Ausnahme; hingegen wirkt organisierter und andauernder Widerstand oft, nicht immer, nachhaltig. Trivial? Angesichts der oben au8fgemachten, nicht abschließbaren Liste vielleicht doch nicht. Fragen wir einfach: wie organisieren WIR den Widerstand gegen Merz, Söder, Spahn, Dobrindt & Co.? Wir, nicht „man“.

Mit wem? und vor allem: Im Hinblick worauf?

Widerstand? Was ist das im Frieden? Haben wir überhaupt Frieden? Erstmal sollten wir uns vor Angriffen schützen. Wie schwer das ist, sehen wir jetzt im Konflikt um die Verfassungsrichterin.

Und jetzt machen wir erstmal Kraftsport und Bewegungsübungen.

Was ist schon normal?

‘Civilizational Nationalism’

The West is in conflict with itself.

Eine gute Überschrift zu einem guten Artikel in Noema. (Nathan Gardels, 12.7.2025). Ein wichtiger Absatz lautet : „The cultural wars we are experiencing today, as Alexandre Lefebvre observed recently in Noema, are precisely a battle over who gets to normalize the norms for the whole of society.“

Die Normalisierung der Normen hat mich jahrelang beschäftigt, auch wegen der inhaltlichen Auseinandersetzung zum Normalismus von Jürgen Link, den ich seit vielen Jahren kenne („KultuRRevolution“ (https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Link). Und schätze, er hat viel von Frankreich nach Deutschland gebracht, und das war vor 50 Jahren und seither schon wichtig.

Aber die Normalisierung ist ja keine Trivialität. Sie richtet nicht nur in der Gesellschaft etwas an, sie erzeugt auch Strukturen, denen wir uns entweder unterwerfen müssen oder aber die uns in Kontroversen und Konflikte laufen lassen, die unser individuelles Leben etwas übersteigen.

Nun befinden wir uns in einer schrecklichen Zeit, in der wir schon Probleme haben, sie realistisch zu verstehen, und wenn das gelingt, Konsequenzen für die Zukunft daraus zu ziehen. Wie wird unsere Zivilisation beschaffen sein, wie werden wir den drei Atomdiktatoren und ihren Handlangern begegnen müssen und können, wie gehen wir mit dem lokalen und nationalen Rechtsruck –> Normalisierung! – um, vor allem, wenn er die Schwelle zu einem der Faschismen überschreitet?

Das alles kann keine Frage der Theorie allein sein, aus der dann Politik und politische Praxis abgeleitet wird. Es geht auch um die Schlüsse, die wir aus der täglichen Praxis ziehen müssen, um nicht nur bei uns selbst zu bleiben.

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Dass unsere Zivilisation noch nicht abgeschlossen ist, versteht sich. Dass wir in ein Zeitalter eintreten, in dem KI nur nur Normalität produziert, sondern bis in unsere Hirnzellen hinein in die Evolution eingreift, versteht sich sich nicht so einfach. Dass es nicht ausreicht, wenn WIR die Folgen nicht mehr ganz erleben, ist klar, wenn unsere Kinder und Enkel die Zerstörung der Lebensräume, der Lebensbedingungen nicht nur erleben müssen, sondern ihnen ja aktiv begegnen. Aber wie richten wir was für diese Zukunft ein, in der wir wahlweise zu Staub zerfallen oder in einem absurden Jenseits auch nicht weiter leben werden?

Die Antwort „Politik“ stimmt, ist aber zu einfach. Wie gehen wir gegen die Menschenfeinde der Regierung, gegen die Umweltfeinde der Regierung, gegen die Kulturfeinde der sogenannten Regierung vor?

(Als Kind, ca. 10 Jahre alt, habe ich am Sonntag Vormittag immer die kabarettistische Politikumschau von Heinz Conrads mitangehört, der war auch nicht problemlos, aber sei`s drum: wenn etwas massiv ungelöstes in der Politik aufschien, sagte man "Bei uns, in Bagdad". Würde man heute nicht mehr...aber sei`s drum: damals war klar: Bagdad war hier, war Wien, war die Regierung, waren die Parteien).

Wie kann man gegen die Menschenfeinde Klöckner, Merz, Dobrindt, Bär, Spahn und Konsorten angehen, wenn sie die Normalisierung – siehe oben – schon so weit getrieben haben? Sind die so böse? Nicht einfach rechtsgerichtete DemokratInnen? Sicher sind sie das, aber auch in Demokratien ist die Ausrichtung auf Unmenschlichkeit möglich und oft wirklich – und zwar seit Beginn der Demokratie – was nebenbei ein Argument der Demokratiefeinde und Faschisten war und ist).

Und Europa: https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Link (Da sind die Rechten an der Macht oder vor der Tür. Und der Normalismus bekräftigt den Nationalpopulismus, in Regierung und Opposition). Und die Welt?

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Wir sollten uns darauf einstellen, wie sich unsere Lebenswelt unter dem Druck dieser Entwicklung verändern wird. Komprimierte Lebenschancen auf allen Ebenen. Unsereins wird mit Wohlstandseinbußen leichter leben können als die wirklich Armen, die z.T. in die Arme der Rechten getrieben werden, zT. besonders leiden werden. Wir können immerhin IN und MIT der Kultur Widerstand aufbauen, auch mit massiver Kritik am rechtsnormalisierenden Journalismus, aber vor allem mit Kulturproduktion auf allen Ebenen – Bildung, Kunst Dialog.

Wie wir uns dazu organisieren sollten, wird hier nicht beschrieben. Versteht sich. Aber dass sich die Kälber nicht auch noch nur Schlachtbank überreden lassen, ist klar.

Rechtsradikal. Deutsch.

Umwelt im Regen.

Das wäre mein Thema für heute gewesen. Siehe weiter unten

Die rechtlastige Bundestagspräsidentin lässt Regenbogenfahnen aus Bundestagsbüros verschwinden. Ihre Geschichte lohnt nicht, nachvollzogen zu werden. Aber ihre rechtsnationale Gesinnung ist mit ihrem politischen Aufstieg (?) zu einer deutschen Dummheit angewachsen. Dass das gleichzeitig bekannt wird, als sich die CDUCSU an einer Persönlichkeit der Wissenschaft und des Verfassungsrechts vergreift, ist vielleicht zeitlich ein Zufall, aber es passt in das größere Bild einer Nationalisierung der deutschen Politik, einer Rechtswende der Ideologie.

„Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine intensive Recherche noch ein gutes Argument dafür zutage fördern wird, dass Bundestagspräsidentin Klöckner ausgerechnet dieses Symbol zum Anlass nimmt, strengstens auf die Hausordnung zu pochen, während sie Ukraine- und Israel-Flaggen sowie auch Büro-Kruzifixe locker akzeptiert. Bisher wird noch danach gesucht.“ (Ronen Steinke, SZ 12.7.2025)

Kennen wir? Nicht ganz. vieles hat sich geändert. Aber dass die CDUCSU sich gegen die Umwelt, gegen die kulturelle Vielfalt, gegen die Sozialfürsorge für die wirklich Armen verhält wie eben eine Regierung, die eine Rechtswende der Politik vertritt und wenig von einem kleineren Koalitionspartner daran gehindert wird, das ist nur teilweise „neu“. Es ist wegen des geringen Niveaus neuartig, aber so spielt sich die Marginalisierung des Menschlichen in Kultur und Sozialpolitik, in Umwelt und oft in Rechtspolitik fast überall in Europa ab. Wie denn auch nicht.

Man kann das erklären. Das ist nicht ganz so einfach, und jedenfalls sind Blogs weniger geeignet als seriöse Medien, und diese weniger als ernsthafte Analysen und variantenreiche Erklärungen.

Ich erkläre das nicht, aber ich verfolge aufmerksam die Keimzellen des Widerstands.

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Frau Klöckner wird in der Geschichte der Bundesrepublik vergessen werden. Man würde sie ja gerne in eine Regenbogenfahne einhüllen, damit sie nicht männlichen, weißen, starken Männern entführt wird. Aber das soll sie selbst handhaben.

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Eigentlich gehts mir heute in diesem Blog um ganz etwas anderes, und der Vorfall hat mich nur abgelenkt. Ich wollte euch lieber über das Wetter und die Kultur schreiben.

Umwelt im Regen

Endlich regnet es; diesmal richtig, länger anhaltend. Man denkt sofort an die Bäume an der Straße, an den Park, an die Grundwasser-Füllung….man hat schon eine Menge Begriffe gelernt, die z.B. bei mir die sehr viel früheren ländlichen Wetter-Regeln und Vorhersagen ersetzt haben. Ich laufe auch lieber im städtischen Regen las früher, und die richtige Kleidung, sonst für die Berge, habe ich auch. Das aber ist Geschmackssache, während der Regen, das Wasser, die Klimadiskurse ja schon mehr objektiv sind, mehr Rahmen für unser Leben und unsere Diskurse als früher.

Dass wir – aus Zukunftssorge, wenn nicht -angst, etwas über mehr über das Wetter wissen als Generationen vor uns, stimmt nicht. Die waren schon auf die Witterung eingestellt, nur nicht so übergreifend auf das Klima. Hat sich der Begriff in den Jahren geändert? Gesprächsklima, zum Beispiel…und der Streit, der im Donnerwetter mündet, hat heute auch andere Worte dafür? Alles nicht mehr wichtig. Die Sprache bannt die Witterung so wenig wie das Klima, und wenn es die Umwelt wirklich angreift, Fluten, Brände, Trockenheit… dann sind die alten Geister nicht mehr im Diskurs. Auch gut.

Euch fällt auf, was ich weiß: es fällt einem zum Regen, zum Klimadiskurs wenig ein, schreibt man nicht, wahlweise wissenschaftlich oder poetisch, unsereins als Laien können wir nicht eingreifen, noch nicht, sagen die zukunftssicheren Militärs. Und Sintfluten wird es eher an Küstenstädten geben…

Aber über das ganz nahe Wetter vor der Haustüre zu sprechen, tut manchmal gut. Heute zum Beispiel.