Bin zur Zeit in Österreich, einem Land ohne Meeresküste und binnenländischer Wasserknappheit. Die Donau ist flach und gibt Unerwünschtes am Grund frei, die Seen sind fast alle zu wenig gefüllt. Bis auf meinen Heimat-Traunsee, der hat viel Wasser, weil die Gletscher schneller in die Traun abschmelzen. Das Wetter ist kontinental heiß, Wien besonders. Vorboten trockener Jahre, wenn das Wasserknapp wird, entstehen neue Kulturvarianten und am Ende Flucht oder Vertrocknung. Habe ich alles schon gesehen, nur nicht bei uns. Aber vorher gesagt war es schon lange.
In den Salzburger Nachrichten, einer der größeren Tageszeitungen, gab es vorgestern, am 8.8., im Lokalteil eine vielseitige Darstellung der Wassernot: „Die Quellen versiegen, Feuerwehr liefert Wasser“, „Wasser ist Mangelware“, „Der Blick in den eigenen Brunnen genügt nicht“, sind einige Überschriften. Liest man genau, gilt Wasser als Ware, als Produkt, Handelsobjekt. Erinnerungen an meine Jugend am Traunsee und an der Traun, an Überflutungen und Hochwasser überdecken frühere Trockenperioden. Wir waren durchaus gesegnet, kann man so sagen. Dass die Computergiganten mehr noch als die edlen Golfplätze wirklich viel Wasser den Menschen entziehen, um AI zu füttern, führt nicht nur in den USA zu Widerstand, aber offensichtlich noch wirkungslos. Erst müssen mehr Menschen verdursten und eintrocknen. Und bei uns? Wenn die Gletscher abgeschmolzen sind (5-10 Jahre), wenn es weiterhin kaum schneit und wenig regnet, wenn Gewitter nur Wasser an der Oberfläche abfließen lassen, wenn Brunnen und Grundwasser austrocknen…dann wird sich in absehbarer Zeit ein Teil der nicht umkehrbaren ökologischen Endzeit verwirklichen. Trotz aller Aktionen einer Erdöl und Gas-orientierten Bundesregierungen mangelnder Intelligenz. Nicht nur in D und Ö und…Dass nicht nur die Antidemokraten und Faschisten nicht an die Zukunft vor allem der Kinder und Enkel denken, ist bedenklich. Wutausbrüche haben keinen Sinn, eher ist wichtig, Formen des Widerstands politisch und der Änderung der eigenen Lebensweisen zu revidieren. Was politisch eben in die Weiterentwicklung der Demokratie, nicht des Wirtschaftswachstums eingreift. Mehr Bildung, mehr Soziales, weniger Wachstum, Reisen, Konsum…ja, das ist eine Variante des Nachkriegs. Und zwar in einer Welt abgeflachter Reaktionen auf Kriege, die nicht nur Menschen, sondern auch die Umwelt dauerhaft vernichten.
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Zurück zum Wasser. Überlebenswichtig und eng zu verteilen. Mythisch, in heiligen Schriften und widerständigen Oppositionen, spielen Wasser und Feuer die beiden fokalen Aspekte der Entwicklung, Vernichtung, Verdichtung…diese Bilder gehen in der Aufklärung verloren, aber bei der Wasserkraft und dem Hochofen spielen da noch einige Nachträge mit. Und das hilft uns heute nur zur Formulierung von Politik, wo es um faktische und irreversible Naturzerstörung geht. Der Kampf gegen die verschwenderischen Herrschaftsformen, nicht nur Rechenzentren, auch Baumwollhemden und Rasenfeuchter, wird sich schneller zuspitzen als die meisten von sich geben, und natürlich wird sich die Fluchtbewegung beschleunigen, Migration wird den völkischen Widerständlern nicht einmal das Hirn befeuchten. Wenn ihr diesen Argumenten folgen könnt und wollt, überlegt bitte, was das mit eurem persönlichen Lebensaspekt zu tun hat, so wie ich nachdenke, was ich für mich ändern kann und soll, obwohl es hier nicht um individuelles Verhalten allein geht, was ja vorgeschoben wird, damit Staat und Kapital nicht handeln müssen. Kkeine trockene Zukunft, wäre ein Slogan.