Keine Chance. Dafür Hoffnung

Der Geburtstag ist vorbei. Alles ist gut gegangen und ich sehe gerne in die Zukunft, no, wie denn nicht? Manche haben erwartet, dass ich jetzt umgehend wieder zur Politik und nicht zum Alltag schreibe, als ob der Unterschied – Alltag und Politik – der entscheidende wäre. Mache ich aber nicht. Vor allem: kein Kommentar zu dem, wie Israel jetzt abläuft, kommt bald ausführlich. Kein Kommentar zur Aufnahme studentischer Umzüge, das ist bei uns anders als sonst in Europa. Kein Kommentar zu Merz, das macht er selbst. Und wozu dann sonst? no, zur Wirklichkeit, da gibts genug, gleich hier.

Die Wüsteney wird sich ausbreiten, sagen nicht nur die Klimaforscher. Wie leben wir in der Wasserarmut, abgesehen von der Nahrung und den abgewaschenen Früchten? Wir werden uns anders erfrischen und waschen müssen. Sagt nicht vorschnell ja, sondern schaut hin, wo es schon so ist.

SCHLUSS JETZT

Ich will ja doch nicht ausweichen. Nur: keine Prognosen…aber Analysen gelten schon?! Das Problem mit Israel ist, dass man SO viel wissen muss, um mitdenken und erst recht mitreden zu können – das gilt auch für andere Konflikte, aber nicht so historisch verknotet. Ich hatte das ja ein paarmal aufgelistet, die Reaktionen waren freundlich, aber die Kommentare selten und dünn. Und weiß man wenig, also zu wenig, dann kann man einiges nicht verstehen, warum zB. erwachsene, kluge Menschen oder auch engagierte Jugendliche einen nachgewiesenen Übeltäter wie Netanjahu noch immer lieber wählen als einen eher anständigen Liberalen, der natürlich auch keinen Ausweg weiß. NATÜRLICH, das ist das Krisenwort. Es gibt Auswege, für die sind aber zu wenige und zuwenig mit einander verbundene Oppositionelle da, und die Gräben sind ethnisch, religiös, ideologisch, historisch tief…und die überquellende Bildung in Israel stürzt weiter ab (das verletzt mich noch immer weiter). Also, was soll ich sagen? Na klar, aufarbeiten, um etwas sinnvolles zur Zukunft sagen zu können. Aber das sagen viele ohnedies.

Zweistaatenlösung ist zerredet…Alternativen zerreden sich selbst. Welche Personen können vereinheitlichen, was zerfallen ist und weiter zerfällt, nach rechts schwenkend von den USA und global auch noch gedrückt. Der Vorwurf, man kümmere sich um alles mehr als um Israel selbst, ist falsch, aber plausibel. Also`? Deshalb werde ich doch nicht weiter analysieren. Ich bleibe beim Thema, aber erst einmal für mich.

Das gleiche gilt für die Studentenbewegungen in Frankreich, Italien, überall in Europa – vergesst Serbien nicht, Albanien…nur bei uns läuft das verquer, wir hatten ja gar keine Entwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert, ODER? Doch, unter dem Stichwort 1968 findet sich einiges, aber leider, im Nachhinein, nicht das Richtige zur Übertragung auf die heutigen Straßen. Ich grabe meine Papiere von damals aus. Ich bleibe beim Thema, aber erst einmal für mich.

Für Merz gilt das alles nicht. Aber man kann den rechtsradikalen Flügel in CSUCDU und Regierung schon als Konkurrenz zur AfD orten, europäisch fatal etwa bei den Flüchtlingen. Da gäbe es bessere Politik, damit bin ich auch nicht allein. Aber da ist meine Meinung zu sehr abgehängt, heute braucht es näher an der Realität agierende Wahrnehmungen. Ich bleibe beim Thema, aber erst einmal für mich.

Zum Wetter habe ich etwas gesagt. Zur Demokratie als Widerstand gegen den Faschismus sage ich seit Jahren immer wieder etwas, blogblogblog. Also? Ich verstehe, dass die besseren DemokratInnen sich an die Menschen heranmachen, also erst wahrnehmen, dann Konsequenzen ziehen. Das geht doch, da muss ich nicht bei einem Thema bleiben, sondern kann zusteigen. Erstaunlich, wieviele Themen man in der blasenstarken Vergangenheit man marginalisiert (hat). Gerade, wenn man selbst sie nicht vorgibt, als Rahmen. Psychologie und Sozialwissenschaft sind da mehr gefragt…für die Politik, nicht umgekehrt. Ich bleibe bei den Themen, weiter von und für euch. Das findet ihr banal? Isses. Das findet ihr trivial? Is nicht so. Die Aufnahmebereitschaft statt der Unterwerfung ist eine gute Waffe gegen den Faschismus und die Selbstbegrenzung des Denkens und Fühlens. Dagegen agieren ja die vertikal Herrschenden seit jeher…Aufnahmebereit zu sein erlaubt wenig Prognosen…oder Erwartungen. Viel Neugier und Überraschungen. Dazu kann ich plötzlich viel politisches sagen. Man hat eben nicht zuviel vorher „gewusst“, und gute Philosophie wettert zur Recht gegen zu viel Ahnung und zu wenig Wissen. Wo mit wir bei den Themen sind, die ich doch weiter abhandeln werde, bald, siehe oben.

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