„Migrantische Chaoten? Pistorius hinterfragt Dobrindt-Aussage“, dpa 2.11.2026
Pistorius hat Recht, auch wenn das nicht viel ist. Die rechtslastige Teilfraktion der C-Parteien und Teile der SPD nehmen weiterhin die Proteste und Positionen der Jugend, v.a. der Studierenden, nicht ernst, mehr noch: sie verstehen sie nicht. Dass es am Rand auch kriminelle Ausfälle gab und weiter geben wird, ist ein weltweites Problem, das darauf zurückgeht, dass Teile von Regierungen „natürlich“ mit rechten Außenseitern und linken Außenseitern ihre eigenen Machthöfe absichern, in allen Demokratien belastbar, in allen Diktaturen die Regel.
Jedenfalls geht es nicht, wie seit Jahrzehnten, um sanierte Schulen, Hochschulen, Personal, und die Finanzierung, allein, sondern um die Jugend, nicht einfach an sich, auch für sich. Ich erinnere an meine Zeit 1965 bis 1969. Aber da hatten wir einige „andere“ Politiker, vor allem Willy Brandt. Und wir hatten, von den Programmen her, weniger ausgefeilten Theorien, einen Schritt zur Praxis, natürlich ohne Genehmigung. Das wird hier auch so sein, das ist in Paris und Rom u.a. auch so und gehört zum Generationensprung bei schwächelnden Demokratismen.
Schaut mal, ob ihr „AN SICH“ und „FÜR SICH“ hier wirklich nicht nur versteht, sondern damit auch die Größe Problems, das lange aufgestaut und aufgebaut wurde….
Die Wirklichkeit passt nicht nur zu meinen Enkelkindern von 16 bis 30 Jahren…Sie passt gegen alle Ideologien der in sich selbst-verschnürten Regierenden. Das ist kompliziert, aber mich überrascht, wie die Regierenden die Elefanten in ihren Revieren selbst herbeizitieren, indem sie immer auch sagen, was sie nicht umsetzen und verbessern können. Das sind weitgehend die wirklichen Forderungen der Jungen. Es geht nicht nur um „Rechthaben“, d.h. logisch ableiten, sondern es geht um Selbstvergewisserung für die Zukunft. Und wir Alten sollten hier solidarisch und vor allerm empathisch agieren, und nicht einfach Geldlöcher stopfen. Die Niederlage der Jungen durch das Bildungssystem ist gesamtgesellschaftlich, nicht im Ressort. Es geht bis in die Hirne und Gefühle vieler Eltern und Erwachsenen.
Da kann es ja noch einmal und wieder Evolution geben. Wieder. Unsere studentische war ja keine Revolution. Das wussten wir vor den Älteren, aber die konnte man damals bald überzeugen. Heute kann man das auch selbstkritisch korrigieren, aber im Kern hatten wir Recht, nur einfach nicht auf „1968“ zu sehr verengen. Und jetzt die Bedingungen finanzwirtschaftlich und fremden-, d.h. menschenfeindlich, abservieren, das ist Devolution. Sehr beliebt in Diktaturen mit dankbarem Brot&Spiele Volk, hauptsache die arbeiten. Und sei es gegen die Natur, also gegen sie selbst, gegen die Menschen. Hört jetzt genau hin, wer etwas vom Augenblick versteht, der nicht vergehen wird.